Was wäre denn eine Grammy-Verleihung ohne die spektakulären Live-Auftritte?
 
Kendrick Lamar

Kendrick Lamar, von Kevork Djansezian / GettyImages

Das Beste zum Feste
Natürlich gab es bei der 58. Verleihung der begehrten Grammys auch wieder jede Menge Live-Musik auf die Ohren. Wie jedes Jahr wurden detailverliebte Bühnenbilder entworfen, ausgefeilte Choreographien entwickelt und kuriose Outfits designt.

Adele - "All I Ask"
Es besteht wohl kein Zweifel daran, dass Adele stimmtechnisch zu den herausragendsten Artists ihrer Zeit gehört. Doch bei ihrem Gig auf den Grammys wurde ihr einzigartiges Organ leider durch technische Probleme stark gebremst und fiel deshalb eher negativ auf: "Die Piano-Mikrophone fielen auf die Piano-Streicher, und das war dann der Gitarrensound", versuchte die Sängerin die Unstimmigkeiten zu erklären.

The Weeknd - "In the Night" & "Can´t Feel My Face"
Immer wieder wurde dieser Künstler für seine Künste auf der Bühne in höchsten Tönen gelobt, doch diesmal gab es auch einiges zu kritisieren. Medien erwähnten, dass die Songauswahl sowie die Reihenfolge nicht besonders zur Atmosphäre der Preisverleihung gepasst hätten, weshalb der Auftritt unter den vielen anderen doch eher noch zu den schwächeren gehören würde.

Andra Day & Ellie Goulding - "Rise Up" & "Love Me Like You Do"
Zu diesem Mash-Up aus zweí Songs sagten Kritiker, dass der zusammengemixte Sound sogar beinahe die Originale übertreffen würde. Die Beiden haben also definitiv alles richtig gemacht.

Taylor Swift- "Out of the Woods"
Als die Musikerin mit diesem Auftritt die Awardshow eröffnete, wurde die Messlatte gleich zu Beginn ganz schön hoch angelegt. Zusammen mit ihrem Co-Schreiber Jack Antonoff lieferte sie eine Darbietung ab, die niemanden enttäuschte und gleichzeitig die Vorfreude auf alle darauffolgenden Performances bis zum Anschlag aufdrehte.

Justin Bieber, Skrillex & Diplo – "Love Yourself" & "Where Are U Now"
Begleitet von Live-Instrumenten feierte JB seinen ersten Grammy-Gewinn gleich mal auf der Bühne ab, und das mehr als amtlich. Eine stark nach vorn gehende, brachialere Version von "Where Are Ü Now" begeisterte die Zuschauer und Bieber selbst tanzte, als würde er grad die Nacht seines Lebens haben.

Lady Gagas David Bowie-Tribut ("Space Oddity," "Changes," "Ziggy Stardust," "Suffragette City," "Rebel Rebel," "Fame," "Fashion," "Let's Dance," "Under Pressure," "Heroes")
Einen riesigen Aufwand in der Vorbereitung musste sich vor allem Lady Gaga machen, die eine atemberaubende Zusammenstellung aus sage und schreibe zehn Songs des verstorbenen Musikers David Bowie auf der Bühne performte.

Auch wenn einige Elemente der Show als etwas zu kitschig bezeichnet wurden, lobte man die gewaltige Bühnenenergie, die die Dame zu vermitteln wusste.

Kendrick Lamar – "The Blacker the Berry" & "Alright" & Freestyle
In Handschellen gelegt, angekettet und in ein Gefängnis-Shirt gekleidetet haute Kendrick Lamar seine Zuschauer komplett aus den Socken. Begleitet von Jazz-Musikerin lieferte der Rapper genau das ab, was anschließend von vielen Pressestimmen als der "Auftritt des Abends" bezeichnet wurde.

Noch krasser: Die ein oder andere News meldete sogar, dass es sich locker um eine der "besten TV-Performances in der Geschichte" handeln würde. Mit Feedback wie diesem und fünf Awards in der Tasche kann es sich der Star jetzt erstmal gut gehen lassen.