In den 1990er Jahren war Kim Hill eine aufstrebende Sängerin. Als sie auf Rapper will.i.am. traf, machte er sie zur Frontfrau in der Gruppe The Black Eyed Peas. Zu globalem Ruhm kam die Band jedoch erst nach ihrem Ausstieg.

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Den Sternen zum Greifen nah
Wir alle kennen Fergie. Sie ist eines der berühmtesten Mitglieder der Black Eyed Peas. Jedoch wissen nur wenige, dass bis 2001 eine andere Frau an ihrer Stelle stand: Kim Hill. In einer Doku-Reihe der “The New York Times” namens “Almost Famous” (zu deutsch “Fast Berühmt”) packte die heute 55-Jährige nun aus und sprach über ihre musikalischen Anfänge in Los Angeles.

Im Jahr 1995 lernte die Sängerin und Songschreiberin einen jungen Rapper kennen, der ihr vorschlug, gemeinsam Musik zu machen. Dieser nannte sich will.i.am und seine Band war eine aufstrebende Underground Hip-Hop-Crew namens The Black Eyed Peas. Am Anfang lief alles wie geschmiert für Hill und sie konnte drei Jahre später sogar ihren Kindsheitstraum - einmal bei der US-amerikanischen Fernsehsendung “Soul Train” aufzutreten - erfüllen. Wenig später dann begann sie ihre eigene Musik aufzunehmen, was ebenfalls ihr Loslösen von der Band kickstartete. Dazu kam noch der Sexismus in der Musikindustrie, welcher Kim so stark unter Druck setzte, dass sie sich 2001 dazu entschied das Handtuch zu werfen.

Sie stand für ihre Werte ein
“Es gab ein neues Management und damit waren die Erwartungen ganz anders. Es wurde einfach ungelenk und chaotisch. Sie wollten, dass ich mich in einem Badeanzug vor will.i.am räkelte”, erklärte Hill im Video. “Das wurde von mir verlangt, aber niemals von den Jungs. Das geschah von einer Führungsebene aus. Ich wollte nie zum Objekt werden, während ich meine Musik machte.”

Auch in musikalischer Hinsicht, hatten Hill und die anderen Mitglieder widersprüchliche Meinungen darüber, wie sie sich entwickeln sollten. Sie glaubte, es sei die “Pflicht der Gruppe, im Hip-Hop voranzukommen”. Da sie das Quartett nicht auseinanderreißen wollte, verließ Hill die Black Eyed Peas und verfolgte ihre Solokarriere. Die Band überlegte zunächst, ob sie Nicole Scherzinger als Sängerin aufnehmen sollten, bevor sie 2002 Fergie mit ins Boot holten. Erst danach ging es für das Künstlerkollektiv richtig durch die Decke. Sie gewannen mehrere Grammys, verkauften Millionen von Alben und veröffentlichten Hits wie “My Humps” (2005) und “I Gotta Feeling” (2009).

“Almost Famous” ist eine spezielle Op-Docs-Serie von Kurzfilmen mit Menschen, die fast Geschichte gemacht haben - nur um dann doch zu kurz zu kommen. Es sind Stories über die Überwindung von Enttäuschungen in ihrer epischsten Form: von einem Astronauten, der nie ins All geflogen ist oder einem Superstar, der nie wirklich einer war. Auf YouTube kannst Du Dir die Dokumentation im englischen Original und in voller Länge ansehen.