Super Bowl Halbzeitshow: Wer ist Bad Bunny?
Der meistgestreamte Latin-Star der Welt rockt die größte Bühne der Musik. Doch wer ist Bad Bunny überhaupt?
Der meistgestreamte Latin-Star der Welt rockt die größte Bühne der Musik. Doch wer ist Bad Bunny überhaupt?
Wenn beim Super Bowl über 100 Millionen von Menschen weltweit auf die Bildschirme starren, geht es längst nicht mehr nur um American Football. Die Halftime Show ist eines der größten Musikereignisse der Welt und 2026 gehört diese Bühne Bad Bunny. Doch wer ist der Mann, der es geschafft hat, als erster rein spanisch sprechender Künstler diese legendäre Show zu headlinen?
Bad Bunny heißt mit bürgerlichem Namen Benito Antonio Martínez Ocasio und stammt aus Puerto Rico. Der Singer-Songwriter hat es in wenigen Jahren vom SoundCloud-Newcomer zum größten Latin-Popstar der Welt geschafft. Seine Musik verbindet Reggaeton, Latin Trap und Pop und hat ihn zu einem globalen Phänomen gemacht.
Auf Spotify zählt er seit Jahren zur absoluten Spitze, allein im letzten Jahr kam er auf rund 20 Milliarden Streams. Mit "Un Verano Sin Ti" hält Bad Bunny zudem den Rekord für das meistgestreamte Album in der Geschichte der Plattform, mit schlappen 15,7 Milliarden Klicks. Nach dem Release seiner neuen LP "DeBÍ TiRAR MáS FOToS" sicherte sich der Puerto-Ricaner 2025 erneut den Titel als meistgestreamter Künstler weltweit – nachdem er diese Rangliste bereits von 2020 bis 2023 dominiert hatte.
Auch in Deutschland ist Bad Bunny längst kein Geheimtipp mehr. Songs wie "Tití Me Preguntó", "Dákiti" oder "Moscow Mule" laufen in Playlists rauf und runter, und seine Streamingzahlen hierzulande sind seit seinen Grammy-Erfolgen nochmals stark angestiegen. Spätestens mit der Super Bowl Halftime Show dürfte Benito auch beim Mainstream-Publikum in Deutschland endgültig angekommen sein. Und das, obwohl US-Präsident Trump versucht hat, seine Performance zu unterbinden ...
Gerüchten zufolge hätten Adele oder Taylor Swift in der Halbzeitshow performen sollen. Dass Bad Bunny von Jay-Z, dem Strategieberater für Live-Musik-Entertainment bei der NFL, ausgewählt worden war, ging Millionen von US-Amerikanern gegen den Strich. Es ging am Ende sogar so weit, dass man forderte, den Puerto-Ricaner abzuschieben …
Auch US-Präsident Donald Trump schaltete sich nun mit ein und sagte, er habe "noch nie“ von Bad Bunny gehört – und nannte die Entscheidung der NFL schlicht "absolut lächerlich“.
Trump fügte hinzu: "Ich weiß nicht, wer das ist. Ich weiß nicht, warum die NFL das tut. Das ist verrückt.“
Während Donald Trump versucht hat, Bad Bunny einzuschüchtern, stärkte ihm die NFL den Rücken. Auf dem jährlichen Herbstempfang verteidigte NFL-Commissioner Roger Goodell die Wahl des Latin-Superstars und stellte klar:
"Bad Bunny ist einer der beliebtesten Entertainer der Welt. Solche Künstler wollen wir bekommen. Die Wahl ist sorgfältig durchdacht.“
Goodell erinnerte auch daran, dass es in der Vergangenheit immer wieder Kritik oder Gegenwind gab – etwa bei früheren Superstars der Show. "Das gehört einfach dazu“, so sinngemäß der Liga-Chef. Demnach steht Bad Bunny, wie geplant, am 8. Februar 2026 im Levi’s Stadium in Kalifornien auf der Bühne.
Dass es beim Super Bowl 2026 politisch wird, ist abzusehen. Schließlich steht Bad Bunny neben der Musik auch für klare Haltung. In seinen Songs und öffentlichen Auftritten setzt er sich regelmäßig für Puerto Rico, für Diversität und gegen Diskriminierung ein. Genau das macht ihn für viele Fans so wichtig, denn: Dass Bad Bunny während seiner Halbzeitshow beim Super Bowl auf Spanisch singen wird, sorgt in den USA bereits für hitzige Debatten. Doch für seine Fans ist genau das ein starkes Statement und kein Wunder, dass ihn die NFL ausgewählt hat:
Latin-Musik boomt weltweit und Bad Bunny ist ihr größter Superstar.
Der Super Bowl wird hierzulande live übertragen, unter anderem bei DAZN und RTL, und dürfte gegen 2 Uhr nachts deutscher Zeit beginnen. Wer also Bad Bunny live erleben will, sollte Kaffee bereitstellen ... und sich auf eine Show gefasst machen, die Überraschungen bringen wird.