Lady Gaga x Billie Eilish
picture alliance / Invision / AP / Richard Shotwell
Lady Gaga x Billie Eilish
Billie Eilish, Lady Gaga & Co. siegen

GRAMMY-Highlights: Musik trifft auf ICE-Protest

Bad Bunny, Billie Eilish & Gaga räumen ab. Doch die GRAMMYs 2026 werden von politischen Statements und klaren Botschaften überschattet.

Eine klare Botschaft

Die Grammy Awards 2026 gingen in diesem Jahr nicht nur als eine der musikalisch spannendsten, sondern auch als eine der politischsten Shows in die Geschichte ein. Moderiert wurde die Gala von Trevor Noah, der bereits zum wiederholten Mal durch den Abend führte und das wie gewohnt in der Crypto.com Arena in Los Angeles. Doch von Glitzer, Glamour und Party-Stimmung war diesmal nur ein Teil zu spüren. Denn statt sich ausschließlich auf Musik, Rekorde und Dankesreden zu konzentrieren, wurde der Abend von politischen Statements dominiert. Viele Stars erschienen mit Anstecknadeln mit der Aufschrift "ICE OUT", also "ICE raus".

Auch Hailey und Justin Bieber - seines Zeichens Kanadier - schließen sich den Stars an und solidarisierten sich für ihre Mitbürger: 

Justin Bieber x Hailey
picture alliance /Invision / AP / Jordan Strauss
Justin Bieber x Hailey

Die Botschaft richtete sich klar gegen die US-Einwanderungsbehörde ICE, die in den vergangenen Wochen wegen brutaler Einsätze und tödlicher Gewalt in der Kritik stand. Selbst Stars, die sonst politisch eher still sind trugen die Pins sichtbar.

Besonders deutlich wurde es allerdings erst, als Preise vergeben wurden. Kehlani, Olivia Dean und weitere Stars richteten sich speziell gegen die neue Einwanderungspolitik und den US-Präsidenten. Billie Eilish zum Beispiel nahm ihren Grammy für "Wildflower" als "Song des Jahres" entgegen und sagte vor einem Millionenpublikum:

"Niemand ist illegal auf gestohlenem Land! F*** ICE. Das ist alles, was ich zu sagen habe!"

Das sind die Gewinner

Musikalisch gab es ebenfalls große Momente, allen voran für Bad Bunny. Der puerto-ricanische Superstar gewann den wichtigsten Preis des Abends: Album of the Year für "Debí Tirar Más Fotos". Damit setzte er sich unter anderem gegen Justin Bieber mit "Swag" und Lady Gaga mit "Mayhem" durch. Besonders brisant: Bad Bunny hatte zuletzt für Schlagzeilen gesorgt, weil Donald Trump ihn öffentlich kritisiert hatte, während der Rapper parallel als Super-Bowl-Performer gefeiert wurde.

Der Preis für den Record of the Year ging an Kendrick Lamar & SZA für ihren gemeinsamen Song "Luther", ein Track, der Hip-Hop und Soul auf beeindruckende Weise verbindet. Sie waren ebenfalls für den Song of the Year nominiert, konnten sich allerdings nicht gegen Billie Eilish mit "Wildflower" durchsetzen. Die US-Amerikanerin stach neben K.Dot ebenfalls Hunter/x mit "Golden", ROSÉ & Bruno Mars mit "APT." und Doechii mit "Anxiety" aus.

In der Kategorie Best Pop Solo Performance gewann Lola Young mit "Messy" und sorgte mit ihrer kurzen Rede für einen der ehrlichsten Momente des Abends. Die Britin hatte sich nicht darauf vorbereitet, einen Preis zu gewinnen, war unglaublich glücklich, fluchte, entschuldigte sich mehrfach: 

Weitere Highlights

Lady Gaga sicherte sich mit "Mayhem" den Grammy für Best Pop Vocal Album und bewies einmal mehr ihre Ausnahmestellung im Pop. "Man I Need"-Sängerin Olivia Dean wurde als Best New Artist ausgezeichnet und gilt damit offiziell als einer der größten Newcomer-Stars des Jahres.

Unterm Strich waren die GRAMMYs 2026 ein Abend voller großer Musik und klarer Haltung. Oder wie es Trevor Noah zu Beginn der Show formulierte: "Heute Abend feiern wir die Kunst – und die Menschen dahinter, in all ihrer Wahrheit."

Alle weiteren wichtigen Gewinner:

Album des Jahres:
"Debí tirar más fotos" von Bad Bunny

Single des Jahres:
"Wildflower" von Billie Eilish (Autoren: Billie Eilish O'Connell, Finneas O'Connell)

Bester Newcomer:
Olivia Dean

Beste Pop-Solodarbietung:
"Messy" von Lola Young

Beste Pop-Darbietung Duo/Gruppe:
"Defying Gravity" von Cynthia Erivo & Ariana Grande

Beste Pop-Dance-Aufnahme:
"Abracadabra" von Lady Gaga

Bestes Pop-Album:
"Mayhem" von Lady Gaga

Beste Dance-/Electronic-Aufnahme:
"End of Summer" von Tame Impala

Bestes Dance-/Electronic-Album:
"Eusexua" von FKA Twigs

Beste R&B-Darbietung:
"Folded" von Kehlani

Bester R&B-Song:
"Folded" von Kehlani

Beste Rap-Darbietung:
"Chains & Whips" von Clipse, Pusha T & Malice ft. Kendrick Lamar & Pharrell Williams

Beste Melodic-Rap-Darbietung:
"Luther" von Kendrick Lamar mit SZA

Bester Rap-Song:
"TV Off" von Kendrick Lamar ft. Lefty Gunplay

Bestes Rap-Album:
"GNX" von Kendrick Lamar

EAZYONO mit BODY

bigFM Deutschlands biggste Beats

bigFM Deutschlands biggste Beats


Es läuft:
EAZYONO mit BODY