In "Hotline Bling" tanzt der Rapper Drake mitten in einem Farbenrausch.
 

Von Quadraten und Rundungen
Am Montag veröffentlichte Drake das Video zu seinem Lied “Hotline Bling”.

Was die Form angeht, ist der Clip schlicht gehalten: Der Kanadier bewegt sich in bunten Quadern – ganz entspannt und manchmal überrascht er uns mit seinen Salsa-Hüftschwung. Den Gegensatz zur quadratischen Szene bilden die üppigen Kurven seiner Mittänzerinnen, die sich im Farbspektrum räkeln.

Flucht aus dem Alltag
Das Video beginnt und endet in einem Callcenter, in dem anscheinend nur Frauen arbeiten. Wir wollen Drake hier keinen geschlechterstereotypischen Vorwurf machen, sondern interpretieren den Clip als 'Flucht vor dem grauen Alltag'. Denn diese Szene ist im Gegensatz zu dem bunten Tanzteil grau gehalten.

Inspiration
Laut Musikexpress hat sich Drake wahrscheinlich vom amerikanischen Lichtkünstler James Turrell inspirieren lassen. Sehr selbst:

Aber auch das wollen wir ihm nicht vorwerfen, denn Kunst entsteht doch irgendwie immer aus anderer Kunst. Deswegen gibt es wahrscheinlich auch so viele Cover-Songs von „Hotline Bling“, wie z.B. die Version von Disclosure und Sam Smith:

Wobei der Song, laut Musikexpress, wirklich stark nach einer schnelleren Version von Timmy Thomas‘ „Why Can’t We Live Together“ klingt. Hört selbst:

Wie gesagt: Kunst entsteht doch immer aus anderer Kunst.

Fast die Nummer 1
Derzeit ist „Hotline Bling“ aud Platz Nummer zwei der Billboard Hot 100. Auf Instagram gibt er zu, sich die Nummer Eins zu wünschen: „Wenn ich die Nummer Eins im Oktober werde, wird das der bisher größte Moment meiner Karriere sein und wenn ihr an genau diesem Tag nach mir sucht, werde ich betrunken in der Wasserrutsche sein, die an unseren Pool anliegt.“    

Hoffentlich trägt Drake an diesem Tag Schwimmflügel.