In der Vergangenheit war Billie genervt, nicht einfach mal ins Kino gehen zu können. Mittlerweile liebt sie den Hype um sich selbst.

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Keine Welttournee in 2021
Seitdem Billie Eilish 14 Jahre jung war, arbeitete sie an ihrer musikalischen Karriere und konnte am Ende nicht nur einen Nummer-eins-Hit landen, sondern wurde gleich zum Überflieger schlechthin ernannt. Die US-Amerikanerin droppte ihr Debütalbum “When We All Fall Asleep, Where Do We Go?”, bekam direkt fünf GRAMMYs überreicht und startete Anfang März 2020 in ihre komplett ausverkaufte Welttournee, bevor das Coronavirus all ihre Pläne zunichtemachte und sie die restlichen Konzerte absagen musste.

“Ich wünschte mir, dass ich euch hätte auf der Tour sehen können. Ich kann euch gar nicht sagen, wie sehr ich es vermisse, für euch zu performen und auf der Bühne zu sein”, startete Eilish in ihren Instagram-Post Ende 2020 und fügte hinzu: “Wir haben verschiedene Szenarien für die Tour ausprobiert, aber keine davon ist möglich und obwohl ich weiß, dass so viele von euch eure Tickets und die VIP-Pässe behalten wollt. Dennoch ist es das Beste, wenn wir euch das Geld so schnell wie möglich zurückgeben.”

“Sobald es sicher ist”, wird die Musikerin Neuigkeiten veröffentlichen und neue Shows ansetzen. Die Shows in unter anderem Berlin und Köln sind bis auf Weiteres abgesagt.

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Credit: BillieEilish / Instagram

Ruiniert Fame ihr Leben?
Eilish hat fünf Jahre für den Erfolg, den sie mittlerweile hat, gearbeitet und wurde selbst mit ihrem Bruder FINNEAS von den gemeinsamen Eltern daheim unterrichtet. Doch wirklich zufrieden war die 19-Jährige bislang nicht, sondern sagte im Interview mit der “BBC Breakfast”-Show aus, dass ihre Hater ihr “das Leben ruinieren” würde.

“Ich habe vor ungefähr zwei Tagen damit aufgehört. Ich habe damit aufgehört, Kommentare ganz durchzulesen. Es hat mein Leben ruiniert. Es ist verrückt - Je mehr coole Dinge man machen kann, desto mehr Leute hassen einen. Gerade jetzt ist es schlimmer als jemals zuvor”, so die “bury a friend”-Interpretin. “Das Problem daran ist, ich wollte immer mit den Fans in Kontakt bleiben und gerne weiter mit ihnen reden und als … hätten die Leute das nicht für mich ruiniert ... und sie haben es auch für sie ruiniert und das ist Scheiße. Ich versuche immer noch, Fanposts oder was auch immer zu liken. Wenn ich sie sehe, möchte ich nur mit ihnen reden und mit ihnen Zeit verbringen, weil sie Menschen sind, wie ich ... sie sind wie ich. Sie sind quasi wie Freunde von mir. Aber ja, das Internet ruiniert mein Leben, also habe ich es ausgeschaltet.”

Mittlerweile hat sie jene Worte jedoch revidiert und erklärte, dass sie ihren Status und die dazugehörige Bekanntheit - im Netz oder realen Leben - feiern würde. “Die Dinge, die ich vor drei Jahren hasste, die feier’ ich jetzt. Genau genommen der Fame. Ich habe es gehasst, bekannt zu sein, ich hasste alles daran. Ich hasste es, auf der Straße erkannt zu werden, dass ich nicht mal vor die Tür gehen konnte, ich hasste es einen Ort irgendwo zu markieren und dass dann dort Leute auftauchten. Ich fühlte mich dumm, weil ich dieses Ding hatte, wofür so viele töten würden und ich mochte es einfach nicht”, sagte die mittlerweile 19-Jährige im “Smartless”-Podcast. “Wenn ich sage, ich liebe es, bekannt zu sein, bedeutet dass, dass ich jetzt weiß, dass wir diese unglaubliche Chance haben, [Musik zu machen].”

Eine Sache gibt es dennoch, welche Eilish nicht wirklich gut findet - die Besessenheit ihrer Fans. Wenn jene sich seit Jahren wünschen, die Sängerin einmal persönlich zu treffen und dieser Traum dann wahr wird, “werden die Grenzen vergessen”. Einige dieser verrückten Momente beschrieb Billie als: “Ich hatte Leute, die mich küssten, mich hochgehoben und sich mit mir im Kreis gedreht haben … Es ist einfach wichtig, dass man die Grenzen nicht überschreitet und Leute um sich herum hat, die mit solchen Situationen helfen. Ich will niemals jemanden wegstoßen, der mir nur Liebe entgegengebracht hat - selbst, wenn es eine Liebe ist, die verrückt ist.”

Das komplette Interview von Billie Eilish und ihrem Bruder FINNEAS mit Jason Bateman, Sean Hayes und Will Arnett vom “Smartless”-Podcast kannst Du Dir hier noch einmal anhören: