Die fünffache Grammy-Gewinner kann nicht nur positive Kommentare auf Instagram, Twitter und Co. lesen, sondern muss sich auch mit viel Kritik und Hass-Tweets abfinden.

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Hilfe von allen Seiten
“Ich habe meinen Körper einfach gehasst. Ich hätte alles dafür getan, in einem anderen zu stecken. Ich wollte unbedingt ein Model werden und stattdessen war ich pummelig und klein. Ich steckte schon früh in der Pubertät. Mit neun hatte ich Brüste. Mit elf habe ich meine Periode bekommen. Mein Körper hat sich schneller entwickelt als mein Gehirn.  Es ist witzig, weil man als Kind gar nicht über den eigenen Körper nachdenkt. Und plötzlich schaust du an dir herunter und denkst dir: ‘Whoa! Was muss ich tun, damit das alles wieder weggeht?'”, erklärte US-Sensation Billie Eilish im Interview mit der Vogue und gab ihren Fans ebenfalls einige Ratschläge im Bezug zur mentalen Gesundheit.

”Wenn mich jemand fragt, was ich zu jemandem sagen würde, der nach Ratschlägen zur psychischen Gesundheit sucht, kann ich nur Geduld sagen. Ich hatte Geduld mit mir. Diesen letzten Schritt habe ich nicht getan. Ich wartete. Dinge verblassen.”

Jene Tipps nimmt sie sich selbst zu Herzen und bekommt nicht nur von ihrem Bruder FINNEAS und ihren Eltern den Rücken gestärkt, sondern auch von anderen Superstars. Justin Bieber zum Beispiel sprach in seinem Interview mit Zane Lowe von Beats 1 über die Newcomerin und würde ihr ebenfalls zur Seite stehen. “Ich weiß nicht, wie viele Möglichkeiten ich bekommen werden”, startete der Kanadier in diesen Part des Interviews und wurde ganz emotional. “Wir wissen nie, wie viele Chancen wir mit jemandem haben. Ich fange dabei schon fast an zu weinen, wenn ich nur daran denke - so wie mit der Kobe-Situation, weißt du? […] Ich möchte sie einfach nur beschützen. Für mich selber war es so hart, als ich so jung und im Musikbusiness war. Ich wusste nicht, was ich machen sollte und jeder hatte mir gesagt, wie sehr er mich geliebt hat und weißt du? In der nächsten Sekunde standen sie mit dem Rücken zu dir. Ich lasse sie einfach ihr eigenes Ding machen und sollte sie mich jemals brauchen, bin ich da für sie. […] Ich möchte sie einfach nur beschützen. Ich will nicht, dass sie sich selbst verliert. Ich will nicht, dass sie das durchmachen muss, was ich durchmachen musste. Ich wünsche das niemandem. Also ja: Wenn sie mich braucht, bin ich nur einen Anruf entfernt.

Hass-Kommentare machen Eilish das Leben schwer
Die 18-Jährige hat bei den Grammy Awards in 2020 fünf Preise gewonnen und kann sich dennoch nicht nur über positive Meldungen bezüglich ihrer Musik, ihres Stylings und ihrem Aussehen freuen. Stattdessen gestand sie in der “BBC Breakfast”-Show, dass ihr die negativen Meinungen von Hatern das “Leben ruinieren” würden. “Ich habe vor ungefähr zwei Tagen damit aufgehört. Ich habe damit aufgehört, Kommentare ganz durchzulesen. Es hat mein Leben ruiniert. Es ist verrückt - Je mehr coole Dinge man machen kann, desto mehr Leute hassen einen. Gerade jetzt ist es schlimmer als jemals zuvor”, erklärte die 18-Jährige.

Im weiteren Verlauf des Interviews sprach Billie ebenfalls über ihre Supporter und gestand: “Das Problem daran ist, ich wollte immer mit den Fans in Kontakt bleiben und gerne weiter mit ihnen reden und als … hätten die Leute das nicht für mich ruiniert ... und sie haben es auch für sie ruiniert und das ist Scheiße. Ich versuche immer noch, Fanposts oder was auch immer zu liken. Wenn ich sie sehe, möchte ich nur mit ihnen reden und mit ihnen Zeit verbringen, weil sie Menschen sind, wie ich ... sie sind wie ich. Sie sind quasi wie Freunde von mir. Aber ja, das Internet ruiniert mein Leben, also habe ich es ausgeschaltet.