Achtzehn Jahre nach ihrem Tod, wird Aaliyahs Musik auf Spotify, Apple Music, TIDAL und Co. für die breite Masse zum Anhören bereitstehen.

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Besser spät als nie
Fast zwei Jahrzehnte nach ihrem unglücklichen Tod ist die Musik, die Sängerin Aaliyah hinterlassen hat, immer noch sehr gefragt. Auf Twitter kündigte Barry Hankerson, der Onkel der verstorbenen Künstlerin, an, dass ihre vollständige Diskografie in wenigen Wochen auf Streaming-Diensten wie Spotify, Apple Music, TIDAL und Amazon Music erscheinen wird. Er schrieb: “Wir haben euch gehört, dies ist keine Übung zu Ehren des großen Erbes von Aaliyah.”

Laut dem Tweet auf seinem privaten Account soll die Musik der US-Amerikanerin an ihrem nächsten Geburtstag - also Donnerstag, den 16. Januar 2020 - den Usern zugänglich gemacht werden.

Familienbusiness
Hankerson war nicht nur der Onkel der “Back & Forth”-Interpretin, sondern spielte auch eine wichtige Rolle bei der Entwicklung ihrer Karriere. Er gründete das mittlerweile nicht mehr existierende Label “Blackground Records”, als keine andere geeignete Plattenfirma seine Nichte unter Vertrag nehmen wollte und half ihr somit ihr Material auf den Markt zu bringen. Laut der Webseite “HYPEBEAST” ist bislang allein das Debütalbum “Age Ain't Nothing but a Number” (1994) online verfügbar. Die anderen beiden CDs “One in a Million” (1996) und “Aaliyah” (2001) sollen bald nachfolgen.

Wie es in einem Artikel von “Complex” heißt, ist Hankerson selbst der Grund dafür, dass die besagte Diskografie im Internet nur unvollständig beziehungsweise gar nicht zu finden ist. Ihm gehören als Labelchef nämlich die Rechte an den Alben und er wird aufgrund dessen als “sturer Mann” bezeichnet, der “ohne logischen Grund” an einem “Katalog an Musik festhält, der den Großteil ihrer bekanntesten Songs, darunter auch Werke von Timbaland und Toni Braxton, beinhaltet”. Ebenfalls soll sich unter den Schätzen auch eine Menge an bisher ungehörten Tracks befinden. Ob Hankerson diese jemals aus der Hand geben wird ist unklar - immerhin rückt er zumindest die beiden restlichen Platten raus, die Aaliyahs Recording-Historie somit komplettieren.

Kurze Erfolgsgeschichte
Die gebürtige New Yorkerin und Ex-Frau von Rapper R. Kelly, mit welchem sie von 1994 bis 1995 flüchtig verheiratet war und dadurch internationale Schlagzeilen geschrieben hatte, kam bei einem Flugzeugabsturz im Sommer 2001 und im Alter von gerade einmal 22 Jahren ums Leben. Selbst mit gerade mal drei LPs in der Tasche hatte sich Aaliyah kurz vor ihrem tragischen Tod einen großen Namen in der R&B-Szene in den späten 90ern machen können und wird bis heute für ihre futuristische Arbeit gefeiert.