Wie es scheint, hat Madonna eine Vorliebe dafür als Letzte zu ihren eigenen Auftritten zu erscheinen und genau das wurde ihr jetzt zum Verhängnis. Die Frage ist nur: Wird ihr das eine Lehre sein?

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Credit: Nicholas Hunt / GettyImages

Kein angemessenes Preis-Leistungs-Verhältnis
Eigentlich als Queen of Pop bekannt, machte sich Madonna einen Namen als notorische Zuspätkommerin und verärgerte damit ihre US-amerikanischen Fans. So sehr sogar, dass einer ihrer Supporter jetzt rechtlich gegen die Sängerin vorgeht, weil eines ihrer Konzerte von 20.30 Uhr auf 22.30 Uhr nach hinten verlegt worden war.

Nate Hollander, der die Sammelklage im November 2019 beim Miami-Dade County Court eingereicht hatte, behauptet,e dass er drei Tickets für insgesamt über 1.000 Dollar (das sind umgerechnet etwas über 900 Euro) gekauft habe, um Madonna am 17. Dezember 2019 während der "Madame X"-Tour im Miami Beach Fillmore sehen zu können. Das berichtete die Webseite “BuzzFeed News”. Wenige Wochen vor der eigentlichen Show änderte das Medienunternehmen Live Nation Entertainment plötzlich die Startzeit der Show. Der Beginn von 22.30 Uhr sei zu spät für Hollander, sodass er nun nicht mehr daran teilnehmen könne und er dafür eine Rückerstattung möchte, hieß es. Obendrein gibt es in Miami-Dade County eine Ausgangssperre für Jugendliche unter 18 Jahren, was bedeutet, dass sich diese nach 23 Uhr nicht mehr ohne einen Erwachsenen in der Öffentlichkeit aufhalten dürfen. Das bedeutet, dass minderjährige Fans, die geplant hatten, die kommende Performance ohne eine Aufsichtsperson zu besuchen, ihren Star jetzt eventuell verpassen werden.

Die Antwort der 61-Jährigen auf den ganzen Schlamassel ist genauso lächerlich, wie die Situation an sich. So sagte sie am vergangenen Wochenende bei einem ihrer Auftritte in Las Vegas: “Eine Königin ist niemals zu spät.”

Schlechte Publicity
Dieser Tweet kam bei ihren Followern gar nicht gut an. In der Tat gilt die “Material Girl”-Interpretin mittlerweile als ziemlich unzuverlässig. So startete der Auftakt ihrer "Madame X”-Konzertreise sage und schreibe 2,5 Stunden später als geplant. Auf dem sozialen Netzwerk wurden dann immer mehr Stimmen laut und die Leute ließen ihrer Wut freien Lauf. Ein User schrieb zum Beispiel: “War bei der Show in Manchester, wo sie behauptete, ‘nicht gerne zu spät kommen’, aber Nacht für Nacht macht sie es. Stell dir vor jemand würde sie stundenlang warten lassen. Ein Beginn um 22.30 Uhr ist schlimm genug. Um Mitternacht auf der Bühne erscheinen, ist eine Schande.”

Wie geht es weiter?
Die derzeit 90 Termine umfassende Tournee begann am 17. September 2019 in New York City und soll am 8. März 2020 in Paris enden. Ob dieser Skandal einen Einsturz in Ticketverkäufen oder noch mehr Aufruhr von Fans bedeuten wird bleibt abzuwarten. Aber das ist Madonna wahrscheinlich mehr oder weniger egal. Stattdessen wird sie wie geplant achtmal im portugiesischen Lissabon, 15 Mal in London und 14 Mal in der französischen Hauptstadt auf der Bühne stehen.