Ende der vergangenen Woche hat Aguilera die Zeit genommen, um sich einem sehr wichtigen Thema zu widmen, welches auch sie persönlich schon betroffen hat: häusliche Gewalt.

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Hilfe an die Überlebenden
Christina Aguilera sprach schon des Öfteren in der Öffentlichkeit über ihre emotionalen Erfahrungen mit häuslicher Gewalt. Jetzt wurde sie vom Frauenhaus “The Shade Tree Shelter” in Las Vegas als Heldin für ihre Aufklärungsarbeit gefeiert, man überreichte ihr bei einer Gala der sogenannte “Community Hero”-Preis. Bei ihrer Dankesrede erzählte Aguilera von ihren eigenen schlimmen Vergangenheit mit verbaler und physischer Gewalt in den eigenen vier Wänden. Dabei sprach sich die 38-Jährige vor allem für ihre Oma aus, die sie, ihre Schwester und ihre Mutter immer liebevoll aufnahm, wenn sie von Zuhause abhauen mussten. Ohne ihre Großmutter, die ihrer Familie nichts als bedingungslose Unterstützung entgegenbrachte, wäre eine Notunterkunft für misshandelte Frauen wie der “The Shade Tree Shelter” der einzige Zufluchtsort für X-Tina gewesen.

“Ich bin einfach so glücklich und fühle mich geehrt an diese Wohltätigkeitsorganisation spenden zu können. Als ich aufwuchs, musste ich mitten in der Nacht mit meiner kleinen Schwester und meiner Mama fliehen. Glücklicherweise hatten wir unsere Großmutter, die uns aufgenommen hat. Wenn es jedoch nicht so gewesen wäre, hätten wir an einen Ort wie diesen kommen müssen”, erklärte die “Genie In A Bottle”-Interpretin, der es sichtlich schwer viel ihre Tränen zu unterdrücken.

Frauen müssen nicht in Stille leiden
Des Weiteren sagte der Superstar: “Es [häuslicher Missbrauch] ist widerlich und passiert den Menschen viel zu oft. Das Thema liegt mir so nah, weil ich selbst damit aufgewachsen bin. Ich bin, so wie viele von euch auch, eine Überlebende davon. Diese Unterkunft, die Hilfe der Freiwilligen und die ganzen Geldspenden sind absolut essenziell. Es bedeutet mir so viel, denn das alles hier beeinflusst mein Leben, meine Musik und die Texte, die ich schreibe. Sie kommen von Herzen. Und wenn es nicht so wäre, dann würde ich es nicht so tun. Authentizität ist mir das Wichtigste.”

“Ich bin euch allen, die sich wirklich die Zeit nehmen, die Leute zu verstehen, die durch diese Tür kommen, sehr dankbar. Es muss so schwer sein diese Geschichten immer und immer wieder zu hören und trotzdem diese starke Arbeit zu verrichten. Deswegen bin ich auf uns alle so extrem stolz und ihr verdient diesen Award ebenso wie ich. Vielen Dank, ich bin wirklich dankbar”, schloss die zweifache Mutter ihre Ansprache.

Christina engagiert sich seit Jahren in verschiedenen Organisationen und Wohltätigkeitsvereinen, um Opfer häuslicher Gewalt zu unterstützen und mit ihrer Geschichte Mut zu machen. Ihr Kindheitstrauma hat Songs wie “Beautiful” und “Fighter” inspiriert.