X-Tina würde gerne noch einmal mit Lady Gaga auf der Bühne stehen und sprach über den mutigen Schritt ihrer Kollegin, nachdem jene das Duett mit R. Kelly von Spotify und Co. genommen hatte.

WATCH WHAT HAPPENS LIVE WITH ANDY COHEN -- Pictured: Christina Aguilera

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Missbrauchsvorwürfe wurden immer lauter
“Ich stehe zu 1.000 Prozent hinter diesen Frauen, glaube ihnen, und weiß, dass sie leiden und Schmerzen haben. Ich möchte, dass man ihre Stimmen hört und sie für voll nimmt”, erklärte Lady Gaga Anfang Januar 2019, nachdem die Dokuserie “Surviving R. Kelly” veröffentlicht worden war und unzählige Damen von ihren Erlebnissen mit dem R’n’B-Sänger sprachen. Die Missbrauchsvorwürfe beschrieb Gaga als “schrecklich” und “unverzeihlich” und fügte hinzu: “Als Opfer von sexueller Nötigung habe ich den Song und das Video in einer düsteren Phase meines Lebens gemacht. Ich war wütend und habe das Trauma, welches sich in meinem eigenen Leben abgespielt hatte, noch nicht verarbeitet. Das Lied heißt ‘Do What U Want (With My Body)’ (Übersetzt: ‘Mach was du willst (mit meinem Körper)’ - Ich denke es wird klar, wie verdreht meine Wahrnehmung zu der Zeit war. […] Ich entschuldige mich für mein schwaches Urteilsvermögen, als ich jung war, und dafür, nicht früher etwas gesagt zu haben.”

Dass sich Lady Gaga selbst mit solchen offenen Worten bei ihren Fans zu Wort meldete, wurde seither unzählige Male gelobt. Auch Christina Aguilera stärkte ihrer Kollegin den Rücken und lobte den US-Superstar dafür, dass sie ihre R. Kelly-Kooperation schließlich von allen Streaming-Portalen genommen hatte und mit dem 52-Jährigen nichts mehr zu tun haben möchte. “Ich denke, dass sie absolut das richtige getan hat. Ich liebe, dass sie es angesprochen hat und ihre Unterstützung gezeigt hat”, erklärte X-Tina, nachdem sie in der “Watch What Happens Live with Andy Cohen” von einem Fan auf “Do What U Want (With My Body)” angesprochen worden war. “Die Dokumentation brachte wirklich viele Emotionen hervor, es war sehr schwere Kost für mich. Ich habe tatsächlich viel durchgemacht ... Aber lasst uns nicht näher darauf eingehen. Es hat mich wirklich berührt. Wenn du in diesem Business bist, bist du so vielen Raubtieren und anderen Dingen ausgesetzt... Zu sehen, was mit Aaliyah und allen passiert ist... Man ist so vielem in einem so jungen Alter ausgesetzt. Es ist noch immer ein Kampf und ich denke, dass sie [Lady Gaga] das Richtige getan hat. Ich liebe sie dafür, dass sie darüber gesprochen und es adressiert hat.”

Auch auf die Frage, ob Aguilera erneut mit ihrer Kollegin auf der Bühne stehen und “Do What U Want (With My Body)” performen würde, hatte Christina eine passende Antwort am Start: “Ich habe es geliebt, das letzte Mal mit ihr zusammen auf der Bühne zu stehen. […] Sie ist so witzig und weiß, wie sie loslassen und Spaß haben kann.”

Keine Puppe mehr
Was die “Hurt”-Interpretin mit “viel durchgemacht” meinte, wollte sie im Übrigen nicht weiter thematisieren. Im Interview mit dem “W”-Magazin sprach X-Tina bereits im vergangenen Herbst über den Anfang ihrer Karriere und sagte damals aus, dass sie sich nach anderen Leuten richten und so verhalten musste, wie es ihr vorgeschrieben worden war. “Zum damaligen Punkt in meiner Karriere spielte ich noch das Spiel des Labels mit und ich ging zu all diesen Anproben, bei denen ich von bestimmen Mitgliedern des Labels beobachtet wurde. Man hat meine Outfits abgestimmt oder abgelehnt. Es war also super einengend, super streng geregelt und es gab mir das Gefühl, als wäre ich eine Barbie-Puppe. Dennoch hat es sich gelohnt und mir die Möglichkeit gegeben, den Fuß in die Tür zu bekommen.”

Heute ist Christian ihre eigene Chefin und kann tun und lassen was sie möchte.