Millionen von Linkin Park-Supportern haben dem verstorbenen Frontmann am Samstag, den 20. Juli 2019 gedacht und erinnerten an Chester Bennington.

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Credit: Chiaki Nozu / GettyImages

RIP Chester
Es war ein Donnerstagabend, an welchem in Deutschland (Ortszeit) die Meldung veröffentlicht worden war, dass man den leblosen Körper von US-Sänger Chester Bennington in seinem Anwesen in Los Angeles vorgefunden hatte. Der damals 40-Jährige hatte sich am 20. Juli 2017 aus einem Akt der Verzweiflung selbst das Leben genommen und hinterließ eine Frau und sechs Kinder …

Kollegen des Linkin Park-Frontmanns gedachten ihrem Freund via Facebook, Instagram und Co. zum zweiten Todestag und erklärten: “Wir erinnern uns heute an Chester. Zögert nicht, euer Lieblingsfoto oder -video von Chester/LP unten zu veröffentlichen.”

Chesters Witwe - Talinda Bennington - sagte in einem Video aus, dass sie ihren Ehemann stolz machen möchte und schrieb folgende übersetzte Worte via Twitter nieder: “Trauer endet nie. Aber sie ändert sich. Es ist ein Abschnitt, kein Ort zum Bleiben. Trauer ist kein Zeichen von Schwäche, auch kein Mangel an Vertrauen. Es ist der Preis der Liebe.”

Susan Elaine Eubanks - geborene Johnson - hatte ebenfalls ein Foto ihres verstorbenen Sohnes am zweiten Todestag veröffentlicht. “Das war der letzte Kuss, den ich jemals von meinem wundervollen Jungen bekommen habe! Es gibt keine Worte, die beschreiben könnten, wie sehr ich ihn vermisse! Ich möchte, dass wir heute sein Leben zelebrieren! [Ich] liebe euch alle! Bitte passt auf euch auf und feiert Chester! Er hätte gewollt, dass wir es tun!”

Auch seine deutschsprachigen Fans nahmen am 20. Juli 2019 ein weiteres Mal von ihrem Lieblingssänger Abschied:

“320”-Anti-Depressions-Kampagne
Damit weniger Familien das durchmachen müssen, was Talinda widerfahren ist, hat die Witwe eine eigene “320”-Anti-Depressions-Kampagne gestartet, möchte für andere Menschen den Kampf mit den Depressionen aufnehmen und jenen Mut spenden. “Die Idee für ‘320' entstand aus meiner persönlichen Erfahrung und der Erkenntnis, dass wir besser auf die Bedürfnisse von Menschen mit psychischen Problemen und Sucht reagieren müssen. 13 Jahre lang habe ich meinem Ehemann Chester Bennington beim Kampf gegen Depressionen und Drogenkonsum zugesehen. Ich habe mich oft allein und ängstlich gefühlt. Ich war nicht aufgeklärt genug, wusste nicht, was er durchgemacht hat und suchte nach Antworten”, erklärte die US-Amerikanerin und rief alle Leser dazu auf, dass sie offen und ehrlich mit ihren Freunden und der Familie über ihre Ängste, Depressionen und Süchte sprechen, damit man gemeinsam Auswege finden kann.

 

 Hinweis der Redaktion 
In der Regel berichten wir nicht über Selbsttötungen – außer die Tat erfährt durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit.

Solltest Du selbst das Gefühl haben, dass Du Hilfe benötigst, kontaktiere bitte umgehend die Telefonseelsorge. Unter der kostenlosen Rufnummer 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhältst Du Hilfe von Beratern, die Dir Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen können. Weitere Hilfsangebote gibt es bei der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention.