Im Jahr 2016 geriet Drakes Publikum bei einer seiner Shows angeblich außer Kontrolle und warf mit Bierflaschen um sich. Als eine davon den Kopf einer Frau traf und bleibende Schäden hinterließ, rief sie ihren Anwalt zu Hilfe.

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Credit: Amy Sussman / ettyImages

Vorfall fast drei Jahre her
Möglicherweise muss sich der “Hotline Bling”-Interpret vor Gericht verantworten, weil ein weiblicher Fan bei seinem Konzert im Madison Square Garden, New York City, am 8. August 2016 eine Kopfverletzung erlitt und diese angeblich bleibende Hirnschäden nach sich trug. Bei dem Opfer handelt es sich um die 24-jährige Amanda Giovacco, die im Stadtteil Staten Island lebt und eine Anzeige beim Manhattan Supreme Court einreichte. In dem Rechtsstreit wirft die Frau den Veranstaltern des Konzerts Live Nation, den Managern des Veranstaltungsorts Madison Square Garden, einem Getränkeverkäufer und dem Superstar selbst vor, unvorsichtig gewesen zu sein.

Laut den Akten hätten alle aufgelisteten Akteure es niemals erlauben dürfen, dass das Publikum dermaßen außer Rand und Band geriet und mit Flaschen um sich warf. “Amanda Giovacco wurde von einer Bierflasche, die während des Drake-Konzerts geworfen wurde, gewaltsam getroffen. Sie wurde böswilliger und grundloser Körperverletzung ausgesetzt”, hieß es in einem Report der Seite “Page Six”.

Wer ist schuld?
Es wird weiterhin behauptet, dass die Verantwortlichen nicht für ausreichende Sicherheitsmaßnahmen in der Konzerthalle gesorgt hätten und, dass fahrlässigerweise “zu viel Alkohol in Glasflaschen” anstelle von Plastikbechern ausgeschenkt worden wäre. In den Unterlagen wurde zudem angemerkt, dass die Angeklagten es versäumt hätten, die “lautstarke Menge ordnungsgemäß zu kontrollieren” und, dass “Drake bei seinen Konzerten eine Vorgeschichte mit Vorkommnissen von Gewalt” habe.

Von dem Unfall habe Giovacco eine “traumatische Hirnverletzung und Anfälle erlitten”, die sie nun von ihrem Medizinstudium nachhaltig beeinträchtigen und abhalten würden. Ihr Anwalt, Joseph Napoli, sagte: "Madison Square Garden, der Promoter und Drake hätten verhindern sollen, dass Flaschen in das Gebäude gelangen, darin die Runde machen und während eines Konzert geworfen werden.” Ihre gesundheitliche Zukunft sei ungewiss.

Zukunft ungewiss
Diese Vorwürfe gestalten sich für alle Beteiligten in der Tat als ungünstig. Ein MSG-Sprecher sagte: "Die Klage wurde eingereicht und wir untersuchen die Angelegenheit. Die Sicherheit unserer Gäste hat für uns höchste Priorität.” Der kanadische Rapper äußerte sich bisher nicht zu den Anschuldigungen und Live Nation und der beschuldigte Lebensmittelverkäufer lehnten eine Stellungnahme ab. Wie es mit dem Fall weitergeht, ist bislang unklar.