Vor sechs Monaten brach Bohlen von heute auf morgen die Aufzeichnungen von DSDS ab, jetzt erklärte er sein Ende als Juror.

Dieter-Bohlen-.jpg

Credit: Andreas Rentz / GettyImages

Schock für alle Fans
Im März 2021 wurde bestätigt, dass Dieter Bohlen nicht mehr als Juror bei Deutschland sucht den Superstar dabei sein wird. Die Meldung kam plötzlich und der Pop-Titan brach selbst die Aufzeichnungen der damaligen Show ab, wurde von Thomas Gottschalk in den Finalshows ersetzt und tauchte unter.

In einer zweiten Pressemitteilung hieß es: “Wir bedauern Dieters krankheitsbedingte Absage sehr und wünschen ihm alles Gute und eine schnelle Genesung. Die neun Final-Teilnehmer müssen jetzt ohne Dieters Begleitung um den Sieg singen. Dafür sind sie bestens vorbereitet. Maite und Mike haben bislang einen sehr guten Job gemacht und werden auch die Live-Shows allein stemmen.”

Kurz darauf erklärte RTL-Unterhaltungschef Kai Sturm: “Mit klaren Urteilen und feinem Gespür für musikalischen Mainstream im allerbesten Sinne [sei Bohlen] maßgeblich am langjährigen Erfolg beider Shows beteiligt. Nach fast zwei Jahrzehnten gemeinsamer Erfolge ist jetzt der richtige Zeitpunkt für Veränderung und Weiterentwicklung.”

Dieter-Bohlen.jpg

Credit: Ralph Orlowski / GettyImages

Es lag nichts am Geld
Bohlen ließ all seine Fans zwei Wochen lang im Regen stehen und sagte schließlich in einem Video auf Instagram, dass er nicht an seiner Gage gelegen hätte. “Nein, es lag nie am Geld, daran lag es überhaupt nicht. Nein, ich bin nicht ausgerastet, ich war auch nicht böse, gar nichts. Sondern RTL will einfach einen neuen Weg gehen, familienfreundlicher - dazu ein Revoluzzer, der immer auf die Kacke haut, wie ich, hat nichts mehr zu suchen. Kann ich gut verstehen. Ich werde immer die Wahrheit sagen und ich bin so, wie ich bin – da kann ich mich auch nicht ändern. Probleme im Leben kommen, damit man sich darüber Gedanken macht. Noch ehrlicher sein und noch mehr Sprüche und so weiter.”

Und seine Ehrlichkeit scheint bei Bernd Richard, Chef der Mediengruppe RTL Deutschland, nicht wirklich angekommen zu sein. Stattdessen sagte er gegenüber der “Wirtschaftswoche”: “‘Deutschland sucht den Superstar’ zu erneuern ist eine Entscheidung fürs Format, nicht gegen Protagonisten. Genau jetzt ist die richtige Zeit, gewohntes infrage zu stellen. Übrigens nicht nur im Programm. […] ‘DSDS’ hat auf hohem Niveau nach und nach Marktanteile verloren. Deshalb bekommt die Sendung ein neues Konzept und eine neue Jury.”

Daran lag es
Über sechs Monate sind seit den Meldungen vom Bohlen-Aus bei Deutschland sucht den Superstar und der Castingshow Das Supertalent vergangen. Sechs Monate, in welchen sich Bohlen die Worte zurechtlegen konnte und nun in einem Instagram-Video erklärte, dass er sich von RTL “nur für diese beiden Formate” getrennt habe und der Grund bei der neuen Geschäftsführung liegen würde.

“Viele von euch sind ja immer noch traurig, dass ich nicht mehr bei DSDS und beim 'Supertalent' dabei bin. Aber … Ich erkläre euch kurz, wie es dazu gekommen ist”, startete der 67-Jährige in seinen Clip. “Ich war ja 16 Jahre lang bei 'DSDS' und wir waren sehr erfolgreich, wir waren ein Team. Wir hatten eine Meinung, wie man Erfolg macht. Dann kamen neue Geschäftsführer, neue Leute da oben, die hatten eine andere Meinung. Und natürlich … es ist deren Job. […] Und wenn man so unterschiedliche Meinungen hat zu den Formaten und wie man den Erfolg schafft, dann ist natürlich der beste Weg, man trennt sich”, bevor er gegen seinen ehemaligen DSDS-Kollegen schoss: “Ich zum Beispiel hätte niemals den Wendler da reingesetzt.”

Abschließend betonte Bohlen: “RTL hat mich nicht rausgeschmissen. Wir haben noch einen Vertrag, der noch weit über dieses Jahr hinausläuft. Und wir schauen mal - vielleicht gibt es irgendwie was Neues.”