Nachdem Ryan Inwards ein Praktikum bei Yeezy landen konnte und einen Vertrag unterschrieben hatte, hielt sich der junge Mann nicht an die Geheimhaltungsklausel und veröffentlichte diverse Bilder auf Instagram. Nun wird er zur Kasse gebeten.

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Milliardär dank Yeezy
“Ich schreibe euch dies, meine Brüder, während ich immer noch 53 Millionen Dollar persönliche Schulden habe. Bitte betet, dass wir das überwinden. Das ist mein wahres Herz”, erklärte Kanye West im Februar 2016 via Twitter und richtete sich wenig später an den berühmten Facebook-Gründer. “Mark Zuckerberg, investiere eine Milliarde in die Ideen von Kanye West.”

Unzählige Fans haben sich im Anschluss über den Rapper lustig gemacht, bevor Ehefrau Kim Kardashian einschritt und scherzte: “Sorry, dass ich zur spät zur Party komme, aber ich war damit beschäftigt, meinen Videospiel-Scheck über 80 Millionen einzulösen und 53 Millionen auf unser gemeinsames Konto zu überweisen.”

Die mittlerweile vierfache Mutter, die sich aktuell von Kanye West scheiden lassen soll, stärkte ihrem kreativen Lebenspartner den Rücken, welcher an seiner Idee und seinen Designs festgehalten hatte. Und siehe da? Einige Monate drauf ging der Rapper einen Deal mit adidas ein und konnte in Zusammenarbeit mit dem deutschen Sportartikelhersteller die Marke Yeezy ins Leben rufen.

Vier Jahre später wurde Kanye bereits zum Milliardär ernannt, nachdem die limitierten Auflaben von Yeezy weltweit gefeiert worden waren. “West ist offiziell ein Milliardär. Als wir West letzten Sommer auf dem Cover von Forbes vorstellten und uns mit seinem unglaublichen Erfolg mit Yeezy befassten, schien er zufrieden zu sein”, erklärte eine Pressemitteilung vom Wirtschaftsmagazin Forbes im April 2020. “Gestern hat das Team des Hip-Hop-Superstars uns einen unserer Meinung nach authentischen numerischen Einblick in Kanye, Inc. gegeben, der seinen Milliardärsstatus beweist - hauptsächlich dank seiner 100 prozentigen Beteiligung am Yeezy-Sneaker-Imperium. […] Kanye Wests 'Yeezy'-Einnahmen von 140 Millionen US-Dollar machen zwar einen Anteil von rund 1,4 Milliarden US-Dollar aus, aber das sind private, höchst illiquide 1,4 Milliarden US-Dollar. Unsere Faustregel für solche privaten Vermögenswerte lautet, mindestens zehn Prozent abzuziehen. Das sind dann also 1,26 Milliarden US-Dollar.”

Dumm gelaufen
Doch wie arbeitet ein Unternehmen wie Yeezy? Genau diese Frage hatte sich auch Ryan Inwards gestellt und sich für ein Praktikum bei West beworben. Der US-Amerikaner wurde am Ende auserwählt, in den heiligen Hallen der Firma herumspazieren zu dürfen, nachdem er einen Vertrag samt Geheimhaltungsklausel unterzeichnet hatte. Den Wisch hatte er sich scheinbar nicht richtig durchgelesen und wollte nach dem Ende seiner Zeit bei Yeezy mit seinem alten nicht einmal bezahlten Job auf Instagram und Co. prahlen ... Dumm nur, dass er gerade das nicht durfte.

Am Freitag, den 15. Januar 2021 hatte Kanye West mit seinem Unternehmen Klage gegen Ryan Inwards erhoben, nachdem jener unerlaubterweise diverse Fotos und Schriftstücke auf Instagram veröffentlicht hatte. Er soll sich laut den Angaben von “The Hollywood Reporter" geweigert haben jene Postings zu löschen, obwohl ihm mehrere Unterlassungserklärungen per Post zugestellt worden waren. Die von ihm unterzeichnete NDA [zu Deutsch: Geheimhaltungsvereinbarung] enthielt eine pauschalierte Schadensersatzregelung in Höhe von 500.000 US-Dollar, welche nun von West und der weiteren Yeezy-Chefetage vorm Oberstes Bezirksgericht in Los Angeles eingeklagt wird.

Mit diesem Move hatte der ehemalige Praktikant Ryan Inwards wahrscheinlich nicht gerechnet …