Die Diss-Tracks gegen Eminem waren nicht förderlich für MGKs Karriere und sollen am Ende dafür gesorgt haben, dass sein Album “Hotel Diablo” nur 39.000 Exemplare in der ersten Woche verkaufte.

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Credit: Universal Music

Em war der Gewinner
Ist man heutzutage überhaupt noch ein Rapper, wenn man sich nicht mit einem seiner Kollegen anlegt?! Genau diese Frage scheint sich Machine Gun Kelly bereits in 2018 gestellt zu haben und legte es auf einen Streit der Extraklasse an. Der selbsternannte “Rap Devil” hatte auf Eminem abgesehen, nachdem jener seine Überraschungs-LP “Kamikaze” gedroppt und im Track ”Not Alike” folgende Lines losgelassen hatte:

“Jetzt willst du vorbeikommen und mit mir abhängen / Dieser kleine Schwan*lutscher […] will seinen Rap aufrechterhalten, um ein Feature zu erhaschen / Und ich rede über dich, obwohl du sowieso weißt, wer du bist, Kelly / Ich […] werde auf keinen Fall indirekte Disse veröffentlichen / Doch veröffentlichte ruhig weiter Kommentare über meine Tochter Hailie …”

Eminem rappte demnach über einen Tweet aus dem Jahr 2012, in welchem Machine Gun Kelly die damals 16-jährige Tochter des Rappers angeflirtet hatte:

Kurz darauf kam es zu einem Schlagabtausch nach dem anderen und sie dissten sich in Grund und Boden. MGK zog bei der Schlacht definitiv den Kürzeren und musste am Ende zusehen, wie Eminems Konter “Killshot” auf YouTube alle Rekorde brach …

Macht Em für Flop verantwortlich
Für Machine Gun Kelly war der Hype um die Disstracks definitiv nicht förderlich. Das zumindest erklärte der US-Rapper mittlerweile im Gespräch mit dem “Interview”-Magazin und gestand, dass sich sein viertes Album “Hotel Diablo” nach dem Hin und Her nicht mehr gut verkauft hatte. In der ersten Woche soll die CD lediglich 39.000 Mal erstanden worden sein und debütierte auf Platz fünf der US-Charts.

“Als Hip-Hop-Album ist es von vorne bis hinten makellos und auch ein Hinweis auf meine musikalische Entwicklung. Es wurde jedoch am Ende dieses berüchtigten Beefs [mit Eminem] gedroppt. Also wollte es sich niemand mehr anhören”, sagte Machine Gun Kelly und verglich die CD mit einem “wunderbaren Streifen, welcher nach einem schrecklichen Film” an den Start gegangen war. “Was ich als Diss gedroppt hatte, war genau das, was es auch sein sollte - ein Projekt. Doch dieses darauffolgende Album wurde ignoriert.”

Pech im Business, Glück in der Liebe
Wirklich enttäuscht muss MGK nicht sein. Obwohl er mit “Hotel Diablo” nicht die Spitze der US-Charts erreichen konnte, schaffte es der Nachfolger “Tickets to My Downfall" Anfang Oktober 2020 auf Platz 1 des Rankings. Passend dazu kann der US-Rapper ebenfalls seine neue Liebschaft mit Schauspielerin Megan Fox feiern, welche Ende November 2020 erst die Scheidung von Ex-Ehemann Brian Austin Green einreichte.

Nun scheint dem Paar nichts mehr im Weg zu stehen. Und wer weiß, vielleicht werden wir Megan schon in den kommenden Wochen und Monaten häufiger an der Seite des tätowierten Künstlers sehen. Im Musikvideo zu “Bloody Valentine” gab sie definitiv eine gute Figur ab.