Seine umstrittenen Aussagen in den vergangenen Wochen und Monaten haben nun einmal wieder dafür gesorgt, dass ein Konzert Xavier Naidoo komplett abgesagt worden war und sich eine Bürgermeisterin gegen den Musiker stellte.

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Umstrittene Aussagen
“Ich hab fast alle Menschen lieb, aber was, wenn fast jeden Tag ein Mord geschieht, bei dem der Gast dem Gastgeber ein Leben stiehlt, dann muss ich harte Worte wählen, denn keiner darf meine Leute quälen, wenn doch, der krieg's mit mir zu tun, lass uns das beenden und zwar nun, ihr seid verloren.”

Mit diesen ausländerfeindlichen Aussagen hatte sich Xavier Naidoo im Frühling 2020 im Netz zu Wort gemeldet und in diversen Videos nicht nur gegen unsere Mitmenschen gewettert, sondern auch noch Politiker angegriffen und die Corona-Krise für nichtig erklärt. “Diese Dinger sind für’n Arsch. Es sollte jetzt klar sein, dass wir uns nicht mehr verarschen lassen. […] Ihr könnt uns jetzt alles erzählen, wir tragen Mundschutz, der uns Kopfschmerzen verursacht. … Was tut ihr uns an? […] Nicht nur, dass sie unsere Wirtschaft an die Wand fahren, sie bringen unsere Alten um. Wenn ich ihnen böse wollte, dann könnte ich sagen, sie haben unserer Rentenkassen geplündert und wollen jetzt, dass so viele wie möglich Rentner… Und wir müssen so machen, als gäbe es eine tödliche Pandemie. […] Bringt uns verdammt noch mal Beweise, dass dieses Ding echt ist. […] Lasst uns wieder zu unseren Alten gehen. Manche sind demenzkrank, die haben überhaupt keine Ahnung, warum sie dieses Ding überhaupt an haben”, fügte Naidoo hinzu und richtete sich schließlich an die Politiker und die Bundeskanzlerin. “Lieber Herr Spahn, lieber Herr Dorsten, böse Frau Merkel: Wir können das nicht mitmachen. Wir müssen diese Dinger tragen, um zu zeigen, dass wir unser Hirn abgegeben haben. […] Wir wehren uns. Es reicht uns. Ich persönlich gehe vor Gericht, mir reicht das. Wir haben unser Gehirn nicht abgegeben.”

Keiner will Naidoo
Aus der Jury von Deutschland sucht den Superstar war der Musiker schließlich bereits rausgeschmissen worden und einige seiner geplanten Konzerte wurden ebenfalls schon abgesagt. Wie die oberfränkische Stadt Hof erklärte, würde die Corona-Krise nicht der Grund für das mittlerweile gecancelte Konzert, welches im August 2020 hätte stattfinden sollen, sein. Die Entscheidung sei stattdessen im Kulturbeirat gefallen. Oberbürgermeisterin Eva Dohle sagte, dass sich ihre Heimat mit der Konzertabsage von Naidoo distanzieren wollte - sie möchte ein Zeichen gegen rechts setzen.

“Die Aussagen des Künstlers auch außerhalb seines künstlerischen Engagements sind umstritten und haben aus meiner Sicht an Deutlichkeit gewonnen. Doch wir distanzieren uns kategorisch von jedem, der Ressentiments befeuert, antisemitisches oder homophobes Gedankengut verbreitet oder Verschwörungstheoretikern nahesteht und sich von Extremisten vereinnahmen lässt. Denn Hass ist keine Meinung.”, soll die SPD-Politikerin gesagt haben. Der Veranstalter des Konzerts, der Veranstaltungsservice Bamberg, würde die Entscheidung nachvollziehen können. Xavier Naidoo hat sich unterdes nicht zur Absage zu Wort gemeldet, stattdessen bereitet er die Vorwürfe vehement.