Seit gut einer Woche ist 6ix9ine wieder auf freiem Fuß und meldet sich langsam aber sicher bei seinen Fans im Netz zu Wort. Vor allem aber möchte er herausfinden, warum man ihn als Petze bezeichnet …

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Credit: Arik McArthur / GettyImages

Entlassung und Hausarrest
Dem Coronavirus sei Dank kann 6ix9ine die orangen Overalls wieder ablegen und die Füße im Eigenheim in New York hochlegen. Der Rapper, welcher im November 2018 verhaftete worden war und zwei Jahre hätte hinter schwedischen Gardinen verbringen müssen, musste demnach nicht bis auf seine Entlassung im August 2020 warten, sondern durfte schon jetzt die Queens Detention Facility verlassen und bekam stattdessen Hausarrest aufgebrummt. Laut dem zuständigen Richter soll Daniel Hernandez, so sein bürgerlicher Name, unter schwerem Asthma leiden und somit zur Risikogruppe gehören, welche leichter am Coronavirus erkranken können. Sein Anwalt bestätigte unterdes, dass sich der “STOPPID”-Interpret wieder um seine Musik kümmern und neue Tracks releasen dürfte. Sollte er bis 2025 auch nur einmal negativ auffallen und eine Straftat begehen, wird er erneut weggesperrt - und dieses Mal wird der Richter mit Sicherheit keine Gnade haben.

In den kommenden fünf Jahren wird 6ix9ine demnach auf Bewährung sein, muss zusätzlich noch 300 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten und eine Geldstrafe von 35.000 US-Dollar zahlen.

“Warum bin ich eine Petze?!”
Fast eine Woche war 6ix9ine daheim, bevor er sich erneut auf den sozialen Medien blicken ließ und nicht nur sein Profilbild auf Instagram veränderte, sondern sich auch eine neue Bio zulegte:

“Warum nennt mich jeder eine Petze? Habe ich was verpasst …?”, konnte man demnach in den vergangenen Stunden auf seinem Profil nachlesen, während das neue Avatar des Rappers seine eigene Comicfigur im orangenen Gefängnis-Overall mit Regenbogenhaaren präsentiert. Das kleine Männchen sitzt auf einer Rattenfalle und genießt das Stückchen Käse - Ob seine ehemaligen Kollegen, welche er verpfiffen hat, den Spaß ebenfalls verstehen werden? Sein Ex-Bodyguard Feheem “Crippy” Walter und sein ehemaliger Manager Kifano “Shotti” Jordan wurden Anfang September 2019 bereits zu Gefängnisstrafen von fünf und 15 Jahren verurteilt worden ...
 

6ix9ines Anwälte erklärten unterdes gegenüber der TMZ, dass seine Beiträge nicht mehr gegen Regeln verstoßen und überwacht werden, er niemanden mehr im Netz dissen dürfte und diskret im Netz herumscrollen soll.

Zeugenschutzprogramm?
Kurz vor dem eigentlichen Haftantritt hatte sich bereits ein ehemaliger FBI-Agent mit dem Fall 6ix9ine befasst und gegenüber der “The New York Times” erklärt, dass der Künstler ein Anrecht auf ein Zeugenschutzprogramm habe. Sollte er sich dafür verpflichten, würde eine Umsiedlung anstehen, man müsste alle Tattoos entfernen und der US-Staat würde ihm eine komplett neue Identität schenken.

“Obwohl wir uns mittlerweile [rund um die Uhr mit anderen] austauschen können und auf Social Media-Inhalte nicht mehr verzichten wollen, gibt es Orte in diesem Land, an welchen niemand wissen oder sich darum kümmern würde, wer er ist - wenn der Junge einen Haarschnitt bekommen würde und normale Klamotten trägt”, erklärte der ehemalige FBI-Agent Jay Kramer gegenüber der “The New York Times”.

Ob sich Daniel Hernandez für diesen Streich entscheiden wird, ist nicht näher erläutert worden. Der Rapper versucht sich aktuell aus dem Rampenlicht zurückzuhalten und nimmt wahrscheinlich neue Tracks für ein zweites Album auf.