Glaubt man dem ehemaligen FBI-Agenten Jay Kramer, so könnte der tätowierte Rapper schon bald an einen anderen Ort gebracht werden, an welchem er ein ganz normales Leben leben könnte … Doch wird 6ix9ine das mitmachen?

-Tekashi-6ix9ine-naked-stage.jpg

Credit: Kevin Mazur / GettyImages

Gefängnis oder Freiheit?
Zehn Monate befand sich US-Rapper 6ix9ine in Untersuchungshaft, bevor ihm der Prozess gemacht worden war. Am 17. September 2019 fand der erste Tag seiner Verhandlungen statt, welche auch eine Woche später noch immer kein Ende gefunden haben. Stattdessen sagte der “STOOPID”-Interpret gegen einige seiner Ex-Kollegen und Gang-Mitglieder der “9 Trey Bloods” aus und versuchte sich dadurch selbst den Hintern zu retten.

Seine Schuld hatte sich der Künstler, welcher unzählige Male die Nummer 69 auf seinem Körper tätowiert hat und dadurch jederzeit auf der Straße wiedererkannt worden war, bereits eingestanden und erklärte, dass er Waffen besessen, mit Drogen gehandelt und kriminelle Dinge getrieben, sowie einen bewaffneten Überfall und einen Auftragsmord geplant hatte. Doch im Alleingang war er nie unterwegs: Sein Ex-Bodyguard Feheem “Crippy” Walter und sein ehemaliger Manager Kifano “Shotti” Jordan wurden ebenfalls verhaftet und Anfang September 2019 bereits zu Gefängnisstrafen von fünf und 15 Jahren verurteilt worden. 6ix9ine hingegen könnte, sollte der Richter auf seiner Seite sein und die Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft begrüßen, schon bald wieder auf freiem Fuß sein ...

Zeugenschutzprogramm für 69
Wie die “The New York Times” aktuell berichtet, wurde 6ix9ine die Möglichkeit angeboten, ins US-Zeugenschutzprogramm aufgenommen zu werden. Wie es der Name bereits verrät, hilft jene staatliche Maßnahme Zeugen normalerweise dabei in und nach einem Strafverfahren die eigene Identität zu schützen und einen Neuanfang zu starten. Dazu gehört unter anderem ein anderer Name samt neuem Ausweis und eine Umsiedlung in einen dorflichen Teil des Landes oder des Kontinents. Ob der US-Rapper seine Regenbogenhaare aufgeben möchte, ist unterdes noch nicht näher geklärt worden.

“Obwohl wir uns mittlerweile [rund um die Uhr mit anderen] austauschen können und auf Social Media-Inhalte nicht mehr verzichten wollen, gibt es Orte in diesem Land, an welchen niemand wissen oder sich darum kümmern würde, wer er ist - wenn der Junge einen Haarschnitt bekommen würde und normale Klamotten trägt”, erklärte der ehemalige FBI-Agent Jay Kramer gegenüber der “The New York Times”.

6ix9ines Regenbogenhaare und die Tätowierungen sind zu einem Teil seiner Persönlichkeit geworden und machen ihn natürlich leicht erkennbar. Unwahrscheinlich ist es dennoch, dass der United States Marshals Service, der das Zeugenschutzprogramm durchführt, die Kosten für seine Umwandlung - einschließlich der Entfernung seiner Tattoos - übernehmen wird. Ebenfalls stellen sich seine Fans die Frage, ob der US-Skandalrapper tatsächlich anonym und ohne jegliche Verbindung zu der Gang aus New York City in der Almöde umsiedeln und ein normales Leben leben möchte … Die Möglichkeit würde für Daniel Hernandez, so sein bürgerlicher Name, dennoch bestehen.