Weil das Sicherheitsrisiko für den US-Rapper im Knast zu hoch sei, stellte er einen Antrag auf Hausarrest. Der zuständige Richter macht ihm einen Strich durch die Rechnung.

6ix9ine, or Tekashi 69, performs during the Philipp Plein fashion show

Credit: MARCO BERTORELLO / GettyImages

Auftragsmord und Knast
Am 18. November 2018 wurde US-Rapper 6ix9ine verhaftet, in Handschellen abgeführt und in Untersuchungshaft gesteckt. Das ehemalige Mitglied der berüchtigten “Trey Nine Bloods Gangsters” hatte nicht nur die Gang mit Geldern finanziert, sondern war ebenfalls an bewaffneten Überfällen beteiligt, bedrohte andere Menschen und engagierte im Alleingang einen Auftragsmord. Das Attentat auf Rapper Chief Keef war dennoch - und zum Glück - fehlgeschlagen, die Schießerei am 2. Juni 2018 vor dem “W Hotel” am New Yorker Times Square schrieb weltweite Schlagzeilen und sorgte letzten Endes dafür, dass Kooda B vor Gericht gegen seinen ehemaligen Kumpel aussagte. 6ix9ine soll Anthony Ellison, Denard Butler und Kintea “Kooda B” McKenzie rund 20.000 Dollar geboten und gehofft haben, dass er seinen Rivalen wenig später begraben könne …

“Heute hat sich Kintea McKenzie schuldig bekannt und gestanden, dass er für die Schießerei am Times Square verantwortlich war”, erklärte der vom Gericht bereitgestellte Anwalt Geoffrey S. Berman in einem offiziellen Statement und fügte hinzu: “In Koordination mit Tekashi 6ix9ine und anderen Mitgliedern der ‘Nine Trey’-Gang, hat McKenzie auf ein Mitglied einer rivalisierenden Gang geschossen. Wir werden auch weiterhin mit der Polizei zusammenarbeiten und dafür sorgen, dass unsere Gemeinschaften sicher sind und Gewalttaten aufgedeckt und alle Straftäter gefasst werden.”

Zwei Jahre Gefängnis
Um seinen eigenen Kopf zu retten, hatte 6ix9ine am Ende alle Taten gestanden und diverse Mitglieder seiner ehemaligen Gang mit in den Schlamassel gerissen. Dank seiner Kooperation mit der Staatsanwaltschaft konnte der “STOOPID”-Rapper eine Haftstrafe von 47 auf lediglich zwei Jahren herunterschrauben und fürchtet seither um sein Leben. Wie die Journalisten von “TMZ” berichteten, hat sein Anwalt Lance Larraro bereits einen Antrag auf Hausarrest gestellt und gehofft, dass sein Mandant die letzten elf verbleibenden Monate daheim verbringen kann. Weil das Sicherheitsrisiko für den US-Rapper im Knast zu hoch sei, wollte man die Aktion bewilligt bekommen. Vom zuständigen Richter gibt er dennoch kein grünes Licht für den Antrag, stattdessen muss Daniel Hernandez, so sein bürgerlicher Name, auch weiterhin hinter Gittern sitzen. Der Jurist räumte ein, dass das private Gefängnis, in dem 69 verbleibt, nicht über die Rehabilitationsprogramme anderer Einrichtungen verfüge und fügte hinzu, dass die Gewährung des Anliegens “die verbleibende Haftstrafe im Gefängnis zugunsten geringerer Formen der Inhaftierung beseitigen” und demnach keine Maßnahme mehr sein würde.

Freundin Jade, welche mit dem Künstler kurz vor seiner Festnahme zusammen gekommen war, teilte unterdes bereits ein weiteres Bild mit ihrem Schnuckel aus der Justizvollzugsanstalt und erklärte, dass das Leben des Musikers in Gefahr sei. Übersetzt schrieb sie mehr oder weniger: “Sie haben dich entführt, sie hatten Sex mit der Mutter deines Kindes, sie wurden dabei erwischt, wie sie deinen Auftragsmord am Telefon planen und sie nehmen Millionen von dir. Wenn du andere verrätst, wollen dich Menschen für den Rest deines Lebens umlegen. Und wenn du es nicht tust, wirst du 47 Jahre ins Gefängnis wandern, in welchem sie dich ebenfalls umbringen werden, weil sie sowieso schon drüber geredet haben.”

 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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6ix9ine wurde unterdes schon einmal aus einem Gefängnis abtransportiert und in eine weitere Anstalt gebracht. Wo sich der Rapper zum redaktionellen Zeitpunkt aufhält, ist nicht bestätigt worden. Die Option auf ein Zeugenschutzprogramm soll er derweil bereits abgelehnt haben.