Während 6ix9ine bereits in Untersuchungshaft sitzt, sagte sein ehemaliger Kumpel Kooda B gegen ihn aus und bringt den Skandal-Rapper in Schwierigkeiten.

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Credit: Zachary Mazur / GettyImages

Zukunft hinter Gittern?
Daniel Hernandez, besser bekannt unter seinen beiden Alter Egos Tekashi und 6ix9ine, ist ein gefragter Rapper, der nicht nur mit seiner Musik für Schlagzeilen sorgt: Während der Musiker mit Regenbogenhaaren an seinem Debütalbum “Dummy Boy” arbeitete, war er ebenfalls in illegale Gang-Machenschaften verstrickt, vertickte Drogen, war bei mehreren Raubzügen beteiligt und wurde schließlich am 19. November 2018 von ATF-Agenten - Abkürzung für die Sicherheitsbehörde für Alkohol, Tabak, Schusswaffen und Sprengstoff - verhaftet und in Untersuchungshaft gesteckt. Mit der Polizei und dem Gericht ging der 23-Jährige bereits Deals ein und verpfiff drei seiner Kollegen, welche von ihm engagiert worden sein sollen, US-Rapper Chief Keef auf offener Straße zu erschießen. Kopf des Auftragsmordes war 6ix9ine demnach selbst, welcher Anthony Ellison, Denard Butler und Kintea “Kooda B” McKenzie rund 20.000 Dollar bezahlt und gehofft haben soll, dass sich sein Rivale mittlerweile unter der Erde befindet. Doch geklappt hat dieser Versuch, der anderen Gang “Angst einzujagen” nicht, Chief Keef überlebte und alle drei Schützen waren von der Polizei in Gewahrsam genommen worden. Kooda B sagte nun gegen den “STOOPID”-Interpreten aus und brachte ihn erneut in große Schwierigkeiten.

 

Wie die Journalisten von “Complex” bestätigten, fand die Gerichtsverhandlung bereits Anfang Juni 2019 statt, in der das Mitglied der "9 Trey Bloods"-Gang gestand, am 2. Juni 2018 vor dem “W Hotel” im New Yorker Times Square auf Chief Keef gewartet und schließlich mehrfach abgedrückt zu haben. Sein Kumpel habe die Waffe am Ende entsorgt, sie sind vom Tatort geflüchtet. Verletzt wurde bei der Schießerei wie durch Zufall niemand, Kooda war am 8. Februar 2019 für seine Tat verhaftet worden und wurde "wegen Körperverletzung mit einer gefährlichen Waffe und der Unterstützung einer kriminalistischen Verschwörung" angeklagt. Laut dem Team von “highsnobiety” muss sich der zuständige Richter sowie die Geschworenen beraten, ihm droht eine Freiheitsstrafe von bis zu 20 Jahren.

“Heute hat sich Kintea McKenzie schuldig bekannt und gestanden, dass er für die Schießerei am Times Square verantwortlich war”, erklärte der vom Gericht bereitgestellte Anwalt Geoffrey S. Berman in einem offiziellen Statement und fügte hinzu: “In Koordination mit Tekashi 6ix9ine und anderen Mitgliedern der ‘Nine Trey’-Gang, hat McKenzie auf ein Mitglied einer rivalisierenden Gang geschossen. Wir werden auch weiterhin mit der Polizei zusammenarbeiten und dafür sorgen, dass unsere Gemeinschaften sicher sind und Gewalttaten aufgedeckt und alle Straftäter gefasst werden.”

Ob 6ix9ine durch die Aussagen von Kooda B noch tiefer in den Schlamassel gerutscht war, ist nicht klar. Der Skandal-Rapper selbst muss im September 2019 einem Richter beweisen und bekannte sich bereits in neun Fällen, darunter seinem organisierten Drogenhandel und dem Besitz von diversen Schusswaffen, für schuldig. Einer Freiheitsstrafe von über 47 Jahren scheint in greifbarer Nähe zu sein.