Ehefrau und Moderatorin Charlotte Würdig plauderte aus dem Nähkästchen und gestand, dass Sido in den eigenen vier Wänden weder Schimpfwörter verwenden darf, noch auf krasse Hip Hop-Tracks zurückgreift.

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Leben komplett auf den Kopf gestellt
“Ich habe einfach früh kapiert, dass man nicht der Schlauste, Schönste und Stärkste sein kann. Es gibt immer jemanden, der mehr hat oder etwas besser kann. Wenn man sich damit abgefunden hat, entspannt das einen enorm”, erklärte Rapper Sido gegenüber der deutschen Auslage der “Cosmopolitan”. “Ich habe inzwischen so viel Kohle, dass ich nicht mehr arbeiten müsste, aber man sieht und merkt es mir nicht an. Viele, die in diesem Business erfolgreich geworden sind, schämen sich für ihre alten Freunde, trennen die Welten. Bei mir ist das genau andersrum”, fügte er hinzu und sagte dennoch aus, dass er nicht noch einmal in seinen alten Block zurückkehren möchte. “Ich möchte nie wieder in mein Viertel zurück oder mein altes Leben zurückhaben. Das ist meine größte Angst. […] Bis 55 mache ich noch Musik, um damit Geld zu verdienen. Bis dahin sind alle Kinder aus dem Haus, dann beginnt mein sogenannter Lebtag. Da werde ich mit einem Boot von einem Sonnenort zum nächsten schippern. Ahoi!”

Und der “sogenannte Alltag” wird mit Charlotte Würdig beginnen. Die deutsche Moderatorin hat den Rapper mit der einstigen Totenkopfmaske scheinbar erzogen und von der schiefen Bahn geholt. Sido hing damals mit den Jungs von Aggro Berlin ab, konnte im Business Fuß fassen und hatte viel mit Alkohol und Drogen zu tun. Seitdem er Charlotte über den Weg gelaufen ist, hat er sich selbst gebessert und sein komplettes Leben auf den Kopf gestellt. “Ich war immer in langen Beziehungen. Auch, weil ich nicht gut allein sein kann. Damals war ich nicht besonders treu. Weil ich dieses Respektding nicht verstanden habe. Heute weiß ich, dass Liebe bedeutet, sich auf Augenhöhe zu begegnen, sich gegenseitig zu achten. […] Ich führe heute genau das Leben, das ich mir immer erträumt habe. Mit Familie, Haus und Garten.”

Frau plaudert aus dem Nähkästchen
Doch wie verbringt Sido die Weihnachtstage? Wird er seinen eigenen “Weihnachtssong” rauf und runter hören und seinen drei Söhnen - einen hatte er aus einer früheren Beziehung mit in die Ehe gebracht - das dazu passende Musikvideo zeigen? Charlotte könnte über solche Fragen nur lachen und erklärte im Interview mit dem Internet-Radiosender “barba radio”, was im Hause Würdig tatsächlich abgehen würde. Demnach gibt es keine krassen Hip Hop-Songs, sondern klassische Weihnachtslieder, welche von der gesammelten Mannschaft vor einem geschmückten Tannenbaum gesungen werden. Passend dazu darf der Rapper ebenfalls nicht fluchen oder Schimpfwörter benutzen, sollten die Kinder mit am Start sein.

“Wenn wir die ‘Papa-Musik’ hören, ist ihm [dem ältesten Sohn] aber schon aufgefallen, dass der Papa ganz schön oft 'Scheiße' sagt”, sagte die Moderatorin und erklärte ihren Söhnen jene Ausdrücke wie folgt: “Wenn Papa 'Scheiße' sagt, ist es eine Art Kunst und das gehört in dieses Lied rein. Da darf er das sagen.”

Wie lange die Kiddies das wohl noch glauben werden?