Vor fast genau einem Jahr soll Daniel von der AIDAluna gestürzt sein und wird mittlerweile als verschollen eingestuft.

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Credit: Peter Timm / GettyImages

Der Fall ist noch immer nicht aufgeklärt
Am Sonntag, den 09. September 2018 wurde Daniel Küblböck das letzte Mal lebend gesehen. Zum damaligen Zeitpunkt soll der ehemalige DSDS-Kandidat auf dem Kreuzfahrtschiff AIDAluna von Hamburg nach New York unterwegs gewesen sein und sich in die Labrador See, ungefähr 100 Seemeilen (etwa 185 Kilometer) nördlich von St. John’s/Neufundland, Kanada, gestürzt haben. “Die Suche blieb bislang erfolglos. […] In dieser schwierigen Zeit sind wir mit unseren Gedanken bei der Familie des Vermissten”, teilte Sprecher Hansjörg Kunze wenige Tage später gegenüber dem “Südkurier” mit. Einsatzleiter der Suchoperation, Mark Norris, sagte im Interview mit der “Bild”: “Die Polizei wird Herrn Küblböck vorerst als vermisst führen und weitere Ermittlungen durchführen. Auch die kanadische Verkehrsbehörde wird Untersuchungen einleiten.”

Die Ermittlungen wurden ein Monat später schließlich eingestellt und man stufte das Unglück als “keinen Kriminalfall” ab. Stattdessen sagte Glenda A. Power von der Polizeibehörde: “Ich kann außerdem mitteilen, dass ein RCMP-Ermittler [Royal Canadian Mountain Police] auf das Schiff gegangen ist, um Untersuchungen anzustellen, Beweismittel zu sammeln und so weiter.” Videoaufnahmen eines besagten Suizid-Versuchs habe man unterdes nicht bestätigt: “Wir können uns nicht zu Videoaufnahmen äußern, die verfügbar gewesen sein könnten. Solches Beweismaterial würde sicherlich in jegliche Ermittlungen dieser Art einbezogen. […] Bitte beachten Sie, dass wir Vermisstenfälle 99 Jahre lang geöffnet halten müssen oder bis das Alter der vermissten Person 107 Jahre erreicht. Ohne, dass weitere Beweise dazukommen und in Abwesenheit des Körpers von Herrn Küblböck erwarten wir keine kommenden Updates”, stellte Power gegenüber “EUC” klar und fügte abschließend hinzu: “Ein Mitglied des Ermittlerteams steht mit der Familie in Kontakt.”

Musiker ist offiziell “verschollen”
Rund ein Jahr nach dem verheerenden Unglück gibt es noch immer keine weiteren Anhaltspunkte. Weder hat man die Leiche Küblböcks gefunden, noch wisse man, wo sich der ehemalige DSDS-Kandidat aktuell aufhalten würde. “Der ist nicht tot. Der wird sich abgesetzt haben. Wieso sollte er sich umbringen? Auf gar keinen Fall!", sagte Daniels Stiefvater Herbert Lenz vor fast einem Jahr gegenüber der “Bild”. “Eines Tages erscheint er wieder, das ist so.”

Küblböck selbst wurde, ein Jahr nach seinem verschwinden, von der Polizei als “verschollen” eingestuft. Weitere Nachforschungen sind nicht eingeleitet worden.

 

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