“Meine Panikattacken und Angstzustände haben mich in letzter Zeit im Griff”, erklärte Ariana Grande, während sie ein Meet & Greet mit ihren belgischen Fans absagen musste.

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Hat seit Jahren Panikattacken
“Ich möchte 'Billboard‘ für diese Ehre danken. Ich finde nicht, dass ich das verdient habe. Vielen Dank, das ist echt unglaublich”, erklärte US-Superstar Ariana Grande im Dezember 2018 und fügte hinzu: “Ich finde es interessant, dass dies eines der besten Jahre meiner Karriere war und das schlimmste meines Lebens. Viele schauen vielleicht zu mir auf und denken, ich hätte alles im Griff. Aber was mein Privatleben anbelangt, habe ich wirklich keine Ahnung, was zur Hölle ich mache. Wenn du jemand bist, der nicht weiß, was das nächste Kapitel für dich bereithält: Du bist nicht alleine damit. […] Ich lebe schnell und intensiv. Und ich mache Fehler, lerne aus ihnen und ich bin am Ende dankbar, egal, was passiert. Ich werde jetzt nicht weinen, das ist wirklich nervend und widerlich.”

Kurze zuvor sagte die Pop-Prinzessin in einer Dokumentation der BBC, dass sie ebenfalls unter Depressionen leiden würde und gestand: “Wenn ich ein Vorbild sein soll, dann ist perfekt zu sein das Letzte, das ich sein sollte, weil das nicht realistisch ist. Das ist kein realistisches Ziel für irgendjemanden. Also denke ich, dass, solange ich ehrlich und authentisch bin und meinen Fans mein wahrstes Ich präsentiere, dies das Beste ist, was ich tun kann, weil es ihnen erlaubt, dasselbe zu tun. Ich fühle mich fast schuldig, dass ich mit Angststörungen zu kämpfen habe, weil sich alles nur in meinem Kopf abspielt, aber es ist verrückt, wie mächtig diese Gedanken sind. Man durchlebt Höhen und Tiefen. Manchmal können Wochen vergehen, in denen man keinerlei Symptome hat ... und dann gibt es plötzlich wieder einen Auslöser und die Angst zieht dich tagelang runter.”

Kein Ende in Sicht
Jene Panikattacken und Angstzustände wurden nach dem Selbstmordattentat am 20. Mai 2017, bei welchem sich ein junger Mann im britischen Manchester nach ihrem Gig in die Luft gesprengt und 22 weitere Personen mit sich in den Tod gerissen hatte, nur noch stärker. Auch nach der Überdosis ihres Ex-Freundes Mac Miller, welcher im September 2018 das Leben lassen musste, musste sich die “No Tears Left to Cry”-Interpretin einem Therapeuten anvertrauen und das Erlebte aufarbeiten. “Das ist verdammt witzig, aber ganz ehrlich, die Therapiestunden haben mir so oft das Leben gerettet. Hab keine Angst, um Hilfe zu bitten. Du musst nicht dauerhaft Schmerzen erleiden und du kannst dein Trauma überwinden. Ich habe noch eine Menge Arbeit vor mir, aber es ist ein Anfang, wenn man merkt, dass es möglich ist”, schrieb sie unterdes via Twitter nieder, nachdem sie von einem Fan nach ihrem Therapeuten gefragt worden war.

Vielleicht mögen all diese Interviews und Tweets seit einigen Monaten schon die Runde machen. Doch Ari ist auch heute noch immer nicht über die damaligen Strapazen hinweg und leidet auch weiterhin unter Depressionen und Panikattacken. Das zumindest erklärte sie Ende Juli 2019 und musste ein Meet & Greet mit einigen ihrer Fans im belgischen Antwerpen absagen.

“Hallo meine Lieben. Zeit für etwas Ehrlichkeit: Meine Ängste und Depressionen waren in letzter Zeit so schrecklich wie nie zuvor. Ich habe euch alles gegeben, was ich in mir hatte und versucht, es so gut wie möglich dadurch zu schaffen. Heute war ein besonders schlimmer Tag. Nach einigen Panikattacken denke ich, dass es die klügste Entscheidung wäre, heute keine Soundcheck-Party oder ein Meet & Greet zu machen, sodass ich mir meine Energie für die Show aufsparen kann. Ich möchte euch in der gemeinsamen Zeit nicht abspeisen oder am Zittern sein. Ich mag es, Zeit mit euch zu verbringen und ich werde heute nicht in der Lage sein, anwesend zu sein oder euch das Beste von mir zu geben”, erklärte die Musikerin in einer E-Mail.

Ihre Fans haben den Preis des Treffens mit ihrem Superstar zurückerstattet bekommen …