Um sich selbst beschützen und vernünftig leben zu können, hat sich Ed Sheeran einige Häuser in einem kleinen Dorf nördlich von London gekauft und kann seine Freunde an einer Hand abzählen.

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Credit: Jeff Spicer / GettyImages

Kann Freunde an einer Hand abzählen
“Ich habe eine Sozialphobie. Ich mag es nicht unter großen Menschengruppen zu sein, was ziemlich ironisch ist, da ich Shows vor tausenden Leuten spiele. Ich fühle mich dann klaustrophobisch. […] Mit Menschen zu sprechen ist kein Problem, aber wenn sie mich filmen oder anstarren gibt mir das ein komisches Gefühl - Als wäre ich ein Tier im Zoo oder so”, erklärte Superstar Ed Sheeran im Gespräch mit Radiomodertator Charlamagne Tha God und gestand, dass ihm seine Bekanntheit und sein internationaler Erfolg viel abverlangt. Beschweren möchte sich der britische Künstler dennoch nicht und sagte aus, dass er einen “coolen Job und ein gutes Leben” habe und seine Freunde alle an einer Hand abzählen könnte.

Auch Cherry Seaborn, welche er im August 2018 zur Frau nahm, muss sich an ein Leben im Rampenlicht gewöhnen und wurde von Sheeran häufiger gelobt. “Manchmal frage ich mich, wieso meine Frau überhaupt bei mir bleibt”, sagte Ed und denkt dennoch an eine Karrierepause nach. "Etwas muss geopfert werden. Ich habe jetzt ein gemeinsames Leben mit Cherry und ich kann die nächsten 20 Jahre nicht auf Tour verbringen. Kinder würden das ändern. Es würde mir nichts ausmachen, für sie Kompromisse einzugehen.”

Kein Leben im Zentrum mehr
Sheeran selbst musste seinen Lifestyle in den vergangenen Jahren dennoch verändern und sich selbst eingestehen, dass er nicht mehr in den Supermarkt oder einen Pub gehen kann. Stattdessen spielte er Monopoly in Echtzeit und kaufte sich in der britischen Provinz Suffolk gleich vier Häuser, welche allesamt mit einem großen Garten verbunden sind.

“Ich habe damals in New York gewohnt und konnte jeden Abend ausgehen. Nachdem ich [die Single] ‘Shape of You’ veröffentlicht hatte, wurde meine Karriere auf ein anderes Level angehoben. Ich habe an jedem Tag Leute getroffen aus der Film- und Musikindustrie. Ich wurde einfach so aufgesogen. Ich selbst fühlte mich, als wäre ich ausgepresst worden. Würde ich im Zentrum von London wohnen und mit einigen Personen abhängen, wüsste ich nicht, ob diese meinetwegen oder aufgrund von meinem Job überhaupt meine Freunde sind. Aus diesem Grund bin ich hier her [Dorf in Suffolk] gezogen. All dies ist dafür da, dass ich mich selbst und meinen Verstand beschützen kann. Und ich glaube, es funktioniert.”

Hier gehts zum kompletten englischsprachigen Interview: