Um mit dem ganzen Wirbel um ihre Person klarkommen zu können, besucht Billie Eilish einen Therapeuten und redet mit diesem über all ihre Probleme und Sorgen.

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Credit: Harry Durrant / GettyImages

Probleme im Business
Dass viele Teenager, welche quasi über Nacht berühmt geworden waren und plötzlich von der ganzen Welt unter die Lupe genommen werden, abrutschen, ist kein Geheimnis mehr. Superstars wie Schauspielerin Amanda Bynes und Lindsay Lohan, sowie Interpreten wie Demi Lovato, Justin Bieber und Britney Spears hatten ihre Phasen, nahmen Drogen und wurden von der Öffentlichkeit auseinandergenommen. Damit dies dem 17 Jahre alten Ausnahmetalent Billie Eilish nicht passiert, hat die US-Amerikanerin einige Vorkehrungen getroffen: Während sie ihre Freunde aus Schulzeiten auch weiterhin hat, arbeitet sie mit ihrem eigenen Bruder zusammen und sucht wöchentlich einen Therapeuten auf. Über ihre Therapie sprach die “Ocean Eyes”-Interpretin wie folgt:

“Ich weiß es nicht. Menschen mögen meinen Job einfach nicht, also kann ich ihnen darüber nicht viel erzählen. Für sie hört es sich demnach entweder so an, als würde ich damit angeben oder nicht dankbar. Also habe ich begonnen, einen Therapeuten aufzusuchen, weil er die einzige Person ist, mit der ich reden kann”, sagte sie gegenüber der “The Sunday Times”. “Das ist ein riesiger Schritt für mich. Im vergangenen Jahr hatte ich wirklich gute Freunde und dachte, ich könnte ihnen trauen. Am Ende haben sich meinen Namen in den Schmutz gezogen.”

 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 

SHES ON THE MOON

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Arbeitet an mentaler Gesundheit
Dass die 17-Jährige selbst mit Rückschlägen zu kämpfen hatte und ihr nicht alles in die Wiege gelegt worden war, ist verständlich. In der “Seize the Awkward”-Kampagne sprach Billie schließlich selbst über ihre Probleme und machte ihren Fans klar, dass auch sie sich um ihre eigene Gesundheit kümmern und über ihr Handeln nachdenken muss. “Ich glaube, wenn Leute immer hören: 'Achte gut auf deine mentale Gesundheit', dass sie dann denken, dass es jeder direkt tut, doch das stimmt so nicht. Weißt du? Ich selber versuche noch besser darin zu werden, dass es mir gut geht. Wenn du nach Hilfe fragst, lässt es dich nicht schwach aussehen. Das tut es wirklich nicht. Es lässt dich auch nicht schwach aussehen, wenn du einen Freund darum bittest, zur Therapie zu gehen. Man sollte jeden um Hilfe fragen können und irgendwelche [Leute] werden dir helfen, wenn du Hilfe brauchst. Weißt du, solch ein [erstes] Gespräch zu führen - man muss ja nicht immer gleich total ernst werden. Es reicht schon, wenn du einfach fragst: ‘Wie fühlst du dich? Also, geht es dir gut?’”, sagte sie abschließend. Auch fügte Eilish hinzu, dass sich ihre Fans ebenfalls nicht verstecken sollten, sondern professionelle Hilfe - sollten sie diese brauchen - in Anspruch nehmen sollten.

Möchte sich nicht unter Druck setzen lassen
Nachdem Billie ihr Debütalbum “When We All Fall Asleep, Where Do We Go?” releast hatte, wurde sie natürlich noch erfolgreicher und ziert aktuell die Juliausgabe der australischen “Vogue”. Im Interview mit den Journalisten machte die US-Amerikanerin klar, dass sie sich trotz ihrer steilen Karriere nicht unter Druck setzen oder verändern lassen möchte. “Jeder ist sofort bereit dir zu sagen, was du tun sollst. Jeder sagt dir: ‘Du bist meine Schöpfung, meine Kreation.’ Es ist merkwürdig, dass das Schwerste ist, zu tun, was du willst. Jeder will dich zu seinem Produkt machen. Es hat eine lange Zeit gebraucht, Menschen davon zu überzeugen, dass ich weiß, was ich tue, was ich will, und dass ich gut darin bin."

Als das “Gesicht der Pop-Musik” möchte Eilish im Übrigen auch nicht bezeichnet werden, sondern steht für andere Künstler und Künstlerinnen ein und fügte hinzu: “Ich bin dankbar für die Bewunderung und die Liebe, aber ehrlich gesagt werde ich dem gegenüber taub. Ich weiß noch, wie ich anfangs als neues Gesicht des Pop oder als neues It-Girl bezeichnet wurde. Das hat mich damals schon gestört. Das Merkwürdige an uns Menschen ist, dass wir denken, wie müssten jedem einen Stempel aufdrücken. Das müssen wir aber nicht.”