Um ihren Fans aus einer dunklen Zeit zu helfen, gesteht Billie Eilish eigene Probleme mit ihrer mentalen Gesundheit und “muss noch lernen”, sich um sich selbst zu kümmern.

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Credit: Rich Fury / GettyImages

Vorbild für Millionen
Seit nunmehr drei Jahren veröffentlicht US-Sensation Billie Eilish ihrer eigenen Lieder und verarbeitet in jenen dunkle Gedanken und Erlebnisse, welche sie in der Vergangenheit immer verdrängt hatte. Und mit der Zeit, ihren Hits und den steigernden Erwartungen an ihre Person musste die 17-Jährige selbst Rückschläge verkraften und sprach nun erstmals offen und ehrlich über ihre eigenen Probleme mit ihrer mentalen Gesundheit. Diese würde sie, wie die “Ocean Eyes”-Interpretin im Video der Kampagne “Seize the Awkward” gestand, meist nicht beachten und sich um sich selbst zu selten kümmern. “Ich glaube, wenn Leute immer hören: 'Achte gut auf deine mentale Gesundheit', dass sie dann denken, dass es jeder direkt tut, doch das stimmt so nicht. Weißt du? Ich selber versuche noch besser darin zu werden, dass es mir gut geht. Wenn du nach Hilfe fragst, lässt es dich nicht schwach aussehen. Das tut es wirklich nicht. Es lässt dich auch nicht schwach aussehen, wenn du einen Freund darum bittest, zur Therapie zu gehen. Man sollte jeden um Hilfe fragen können und irgendwelche [Leute] werden dir helfen, wenn du Hilfe brauchst. Weißt du, solch ein [erstes] Gespräch zu führen - man muss ja nicht immer gleich total ernst werden. Es reicht schon, wenn du einfach fragst: ‘Wie fühlst du dich? Also, geht es dir gut?’”, erklärte Eilish im Clip und hofft, dass sie damit all ihren Fans Mut machen kann, sich selbst professionelle Hilfe zu holen oder einfach nur mit Freunden über Probleme zu sprechen.

Album thematisiert ihre dunkle Seite
Billie selbst hat auf ihrem weltweiten Nummer-eins-Album “When We Fall Asleep, Where Do We Go?" ebenfalls solche Momente thematisiert und sich beim Schreiben ihrer Lyrics an Dinge erinnert, welche ihr zuvor Kopfschmerzen bereitet haben. “Meine Depressionen haben mein ganzes Leben kontrolliert”, erklärte sie Beats 1-Moderator Zane Lowe. Auch gegenüber "Rolling Stone” sprach die 17-Jährige ihre niederschmetternden Tracks an und gestand: “Schon mein ganzes Leben lang war ich eine traurige Person. Meine Songs dienen Kids als Art Umarmung. Songs über meine Depression oder Selbstmordgedanken oder einfach Lieder, die komplett gegen einen selbst sind - viele Erwachsene denken, dass gerade das schlecht ist. Ich hingegen glaube daran, dass es gut für jemanden ist, der herausfindet, dass er mit solchen Gedanken nicht allein ist. Es gibt einen den besonderen Komfort. Es ist ein gutes Gefühl."