Nachdem Daniel Hernandez erst auf unschuldig und schließlich auf schuldig plädiert hatte, wurde eine Abschrift seines eigentlichen Geständnisses veröffentlicht und bestätigt seine kriminelle Vergangenheit.

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Kommt um eine Gefängnisstrafe nicht drum herum
“Ich wusste, dass er etwas hat … Er ist einzigartig, verstehst du? Sein Image war stärker als seine Musik”, gestand 50 Cent als er von DJ Drama in der “Streetz Is Watching Shade 45”-Show des Radiosenders Sirius XM auf seinen in Untersuchungshaft sitzenden Kumpel angesprochen worden war. Daniel Hernandez, besser bekannt unter seinen Alter Egos 6ix9ine und Tekashi, befindet sich seit dem 19. November 2018 in Gewahrsam, wurde in neun Anhaltspunkten angeklagt und wird die nächsten Monate und Jahre im Gefängnis verbringen. Dank des Besitzes von Waffen, einem Drogenhandel, organisierter Kriminalität, einem bewaffneten Überfalls und einem Auftragsmord blickt er einer Haftstrafe von mindestens 32-47 Jahren entgegen, das Urteil wird am 4. September 2019 gefällt.

Zu Beginn der ersten Verhandlungen plädierte der “FEFE”-Interpret auf nicht schuldig, bis sein eigentlicher Anwalt nach einem “Interessenkonflikt” das Lager wechselte und dessen ehemaligen Kumpel und Manager Shotti, der ebenfalls in Untersuchungshaft sitzt, in Zukunft vertreten wird. Sein neuer vom Gericht gestellter rechtlicher Vertreter - Dawn Florio - konnte seinem Mandanten im Anschluss den Kopf waschen und dafür sorgen, dass 6ix9ine nicht nur gegen seine Ex-Freunde aussagte, sondern auch ein Geständnis ablegte. Welche Delikte er tatsächlich zugegeben hatte, sind derweil noch immer unter Verschluss. Laut dem Team von “Complex” gestand der Rapper mit den Regenbogenhaaren dennoch, dass er der gewalttätigen und gefährlichen “Nine Trey Gang” angehörte und für jene gehandelt habe. “Als Mitglied der Organisation Nine Trey führt man diverse Aktionen durch. Dazu gehört auf Menschen zu schießen, Raubüberfälle zu begehen und manchmal mit Drogen zu handeln”, gestand 6ix9ine und soll im Jahr 2017 “ein Kilogramm Heroin in Bushwick” verkauft haben. Bei einem bewaffneten Raubüberfall am 3. April , einem versuchten Mord am 20. März und einer Schießerei am 2. Juni 2018 in New York war er ebenfalls mit am Start und bekannte sich schuldig. Auch habe er unter “posttraumatischem Stress” gelitten, nachdem sein Stiefvater ermordet worden war. Ihm wurden zwar das Antidepressivum Zoloft verschrieben, doch genommen habe Daniel Hernandez jene Pillen nicht. Stattdessen vertraute der 22-Jährige seiner Mutter, die “mexikanische Heilmittel” benutzte. “Ich fing einfach an, nur noch zu rebellieren. Ich duschte nicht mehr. Wohl so ein Depressionen-Ding.”

Weitere Informationen wurden unterdes noch nicht veröffentlicht. Laut Richter Paul A. Engelmayer könnte 6ix9ine eine geringere Strafe bevorstehen, sollte er weiterhin mit der Polizei zusammenarbeiten und keine Details mehr zurückhalten.