Statt nur die besten Zeiten aus ihrem Leben via Instagram zu präsentieren, redete Ellie Goulding über ihre eigenen Probleme und Sorgen und hofft, dass sie ihren Fans Mut machen und ihnen Hoffnungen schenken kann.

Ellie-Goulding-performs-on-stage-during-Free-Radio-Hits-Live.jpg

Credit: Jeff Spicer / GettyImages

Sucht nach Fitness
Viele Musiker müssen sich besonderen Fitness-Programmen unterordnen und engagieren eigene Trainer, damit sie für die Bühnen dieser Welt in Form gebracht werden und dem Stress auf Tour standhalten können. Und während viele ein Gleichgewicht zwischen Sport und Freizeit erschaffen, dachte Ellie Goulding nur an einen durchtrainierten Körper und fand ihren eigenen Ausweg, ihr Selbstbewusstsein stärken zu können. “Ich habe kein Problem damit zu hören, dass ich stark bin. Außerdem werde ich weitere Bilder meiner Muskeln auf Instagram posten – einfach, weil ich stolz darauf bin, ein starkes Mädchen zu sein. […] Ich fühle mich stark, auch physisch. Meiner Meinung nach trägt aber auch die körperliche Fitness dazu bei, sich mental stärker zu fühlen“, erklärte die britische Musikerin bereits in der Maiausgabe der “Women’s Health” im Jahr 2015. Doch exakt dieses Gefühl war schließlich der Grund dafür, warum Ellie süchtig nach Sport wurde.

“Ich liebe diesen Extrakick Adrenalin [beim Kickboxen]. Sich fit zu halten heißt nicht unbedingt, Stunden im Fitness zu verbringen. Der Schlüssel ist, ein Workout zu finden, das man wirklich liebt. Je mehr ich Boxen und Kickboxen gemacht habe, desto besser habe ich mich gefühlt”, sagte Goulding im Interview mit dem “Well+Good”-Magazin und gestand via Instagram-Story: “Gute Erinnerungen daran, süchtig nach dem Fitnessstudio gewesen zu sein - das war es nicht wert! Damit meine ich ... es war einfach gewissermaßen erbärmlich.”

 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

A post shared by elliegoulding (@elliegoulding) on

Appell an Fans
Heutzutage macht Ellie nur noch Sport, “um zu trainieren”. Ihr ganzes Leben würde sie nicht mehr nach ihrem Verlangen nach Bewegung planen, sondern möchte eher dafür sorgen, dass sie auch auf andere Art und Weise mit ihrer mentalen Gesundheit umgehen kann. Sie selbst erklärte laut “PlanetRadio”, dass sie demnach immer Panikattacken hatte, weil sie sich “vor so vielen Dingen gefürchtet” hatte, “rund um die Uhr ängstlich” und “immer angespannt” war. Ihren Fans möchte Goulding dennoch ein Vorbild sein und versucht allen, die ebenfalls unter Depressionen leiden würden, Hoffnungen zu schenken.

“Meine mentale Gesundheit ist kein Tabu-Thema mehr. Es gibt manchmal Tage, an welchen ich mich von allem und jedem abschirmen und quasi mit dem Zeug allein umgehen möchte. Ich muss mich dann wirklich selbst dazu zwingen, dass ich jemandem schreibe oder eine Person anrufe und ihr sage: ‘Ich fühle mich nicht gut.’”

Vor allem ihren männlichen Fans möchte die “Close To Me”-Interpretin die Augen öffnen, da sie weiß, dass Männer zumeist nicht über ihre Gefühle reden. Dass man sich einem Partner oder Freund öffnet, steht für Goulding an oberster Stelle. Sie selbst würde sich im Übrigen einem Therapeuten anvertrauen und setzt auf professionelle Hilfe.

Hier geht’s zum eigentlichen Interview: