Gut 19 Monate nach dem Selbstmord von Chester Bennington haben sich die Jungs von Linkin Park dazu entschieden, dem Schicksal ihren Lauf zu lassen und können sich vorstellen, einen neuen Sänger zu casten.

Mike Shinoda & Chester Bennington

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Keinen Hologramm-Chester
“Ich habe tatsächlich gehört, dass Leute außerhalb der Band [einen Hologramm-Chester] vorschlagen. Und es gibt absolut keine Chance, dass so etwas passieren wird. Ich könnte keinen Hologramm-Chester ertragen, Leute, das wäre das Allerschlimmste”, gestand Mike Shinoda in einer Frage-Antwort-Runde auf Instagram-Live und bat bereits im Dezember 2017 wie folgt um Rücksichtnahme: “Für alle von euch, die eine geliebte Person verloren haben, einen Freund, ein Familienmitglied: Könnt ihr euch vorstellen, ein Hologramm von ihnen zu haben? Fürchterlich. Ich kann das nicht tun.”

Auf Tour gehen und mit seinen Jungs von Linkin Park erneut performen möchte Mike dennoch und hatte sich gewünscht, dass Chester vor seinem Selbstmord im Juli 2017 selbst einen Nachfolger gesucht hätte. “Ich wünschte, wir wären in einer Brian Johnson/Bon Scott-Situation, wo der Typ - also unser bester Freund, welcher für die Band gesungen hat und gestorben ist - sprichwörtlich gesagt hätte: ‘Das ist unser Mann’. Wir hätten ihm dann zugehört und er wäre definitiv der Kandidat gewesen. Wir würden alle mit der Entscheidung einverstanden sein, mit ihm chillen und mit ihm musizieren. Doch so einfach ist das nicht - solch eine Situation gab es nur einmal”, gestand Shinoda im Podcast “Inside the Studio” und konnte die Zukunft von Linkin Park seither noch nicht in Worte fassen …

Ein neuer Sänger für Linkin Park?
In den vergangenen Wochen wurde schließlich immer wieder das Gerücht laut, dass sich die Jungs von Linkin Park nach einem neuen Frontmann und Sänger umschauen würden. Mike hatte sich zu den Meldungen selbst zu Wort gemeldet und gestand, dass es sich tatsächlich “nur um ein Gerücht” handeln würde und sie “nicht aktiv auf der Suche nach einem Interpreten” wären. Dennoch würden sie die Idee nicht begraben, sondern wären bereit dafür, sollte es “einfach so passieren”. “Wir sind offen dafür, jedoch glaube ich, dass einige Menschen eine schwere Zeit haben, das zu verstehen. […] Ich werde die Zukunft nicht vorhersagen. Es wird einfach passieren. Hört auf, Gerüchte zu erfinden”, fügte er abschließend hinzu.

Und während Mike Shinoda ein weiteres Mal Stellung zu dem Thema bezogen hat, bereitet er sich aktuell auf seine eigene anstehende Tour durch Europa vor. Mit seinem Debütalbum “Post Traumatic” wird er ab März 2019 gleich 18 Konzerte spielen und siebenmal in Deutschland auf der Bühne stehen. Hier geht’s zu allen angekündigten Terminen:

 02.03.19 – Berlin, Columbiahalle
  03.03.19 – Bremen, Pier 2
  05.03.19 – Hannover, Swiss Life Hall
  06.03.19 – Oberhausen, Turbinenhalle
  08.03.19 – Hamburg, Sporthalle
  18.03.19 – München, Zenith
  22.03.19 – Ludwigsburg, MHP Arena