Nachdem sich der 41-jährige Musiker auf Drakes Geburtstagsparty fast um den Verstand gesoffen hatte, verabschiedete er sich vom Alkohol und hat seit nunmehr zwei Jahren keine Flasche mehr angerührt.

Musician John Mayer attends The 57th Annual GRAMMY Awards

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Party ohne Ende
Wir alle wissen, dass das Leben eines international gefeierten Superstars nicht nur Glanz und Glamour verspricht, sondern auch stressig ist, man auf Schritt und Tritt von Paparazzi verfolgt wird und rund um die Uhr am Arbeiten ist. Da ist es nicht verwunderlich, wenn sich jene Promis mit Personen anfreunden, die dasselbe Leben führen, immer auf Tour sind und mit dem Druck, welcher tagtäglich auf ihnen lastet, gelernt haben umzugehen. Ob sich Justin Bieber erst Selena Gomez und im Anschluss Hailey Baldwin anlachte, Chris Brown mit Rihanna liiert war oder Beyoncé und Jay-Z noch immer eine Bilderbuchehe führen, ihre Beziehungen waren fast schon vorherbestimmt und überraschen niemanden mehr. Und auch auf Geburtstagspartys wird das Adressbuch gezückt, man lädt die unterschiedlichsten berühmten Persönlichkeiten ein, die im Business erfolgreich sind und Zeit haben, mit einem abzuhängen.

Bei den Feierlichkeiten von Drake zum Beispiel waren in der Vergangenheit nicht nur die Jungs von Migos mit am Start, sondern auch Hit-Giganten wie Puff Daddy, T.I., Nicki Minaj, Lil Wayne und John Mayer. Letzterer Love on the Weekend-Interpret hat vor allem die Party zum 30. Geburtstag des Kanadiers im negativen Sinne abgespeichert und erklärte gegenüber dem Complex-Magazin, dass er sich fast um den Verstand gesoffen hatte. Etwas Positives hatte Drakes Feierlichkeiten dennoch - demnach hat Mayer seit über zwei Jahren keinen Schluck Alkohol mehr angerührt und erklärte seine Abstinenz wie folgt: Ich habe die fantastische Letzte-Nacht-meines-Lebens-mit-Alkohol-Geschichte. Es war der 30. Geburtstag von Drake und ich machte einen kompletten Idioten aus mir. Es brauchte Wochen, bis ich aufhören konnte, das jeden Morgen zu machen, wenn ich aufwachte. Dann hatte ich eine Unterhaltung mit mir selbst. Ich erinnere mich, wo ich war. Es war am sechsten Tag meines Katers. So schlimm war der Kater, erinnerte sich der 41-Jährige zurück und fügte hinzu, dass ihm seine schlechte Verfassung schließlich die Augen geöffnet hatte. Ich schaute aus dem Fenster und dachte mir, 'Ok, John, wie viel Prozent von deinem Potenzial möchtest du haben? Wenn man zum Beispiel 60 haben möchte, dann könnte man mit den 40 anderen Spaß haben, das ist in Ordnung. Aber welcher Prozentsatz von dem, was für dich möglich ist, möchtest du haben?’ Ich wollte 100 Prozent.

Will kein Bad-Boy mehr sein
Mayer hat im Übrigen nicht nur die Einstellung bezüglich seines Alkoholkonsums überdacht, sondern versuchte in den vergangenen Jahren ebenfalls sein Bad-Boy-Image loszuwerden und sprach im Interview mit dem Billboard-Magazin über seine Veränderungen. Manche Leute sagen immer noch: ‘Dieser Kerl ist ein Arschloch.’ Und ich sage ihnen daraufhin: ‘Nun, alle Informationen, die ihr aufarbeitet, sind sehr alt.’ Ich meine, ich kann euch mit Sicherheit sagen, dass ich seit vielen Jahren kein Arschloch mehr war. Das ist eine sehr veraltete Ansicht.

Dass John noch immer einen negativen Ruf hat, ist ihm im Übrigen bewusst. Damals hatte er sich selbst nicht sonderlich gut verhalten und ließ die Vergangenheit wie folgt Revue passieren: Ich hatte vermutlich eine Zeit in meinem Leben, in der mir nicht bewusst war, dass es etwas gab, das ich nicht haben könnte. Und es hat ein Monster aus mir gemacht. Und das ’nicht dürfen‘ hat etwas sehr Befreiendes an sich. Das ist ungefähr die richtige Zeit in deinem Leben, um zu sagen: ’Ja, das kannst du nicht haben.’