Nachdem sich Akon bereits für Millionen von Menschen in Afrika stark gemacht und jene mit Elektrizität versorgt hat, möchte der Rhythm-’n'-Blues-Star auch Amerika umstimmen und seinem Heimatland mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Akon speaks on stage at the 3rd Annual Global Goals World Cup

Credit: Mike Coppola / GettyImages

Akon Lighting Africa
Dass man dank Solarzellen aus der Energie der Sonne elektrischen Strom gewinnen kann, weiß wahrscheinlich jedes Kind. Doch warum wird es von den meisten Menschen auf dieser Erde nicht genutzt? Genau diese Frage hatte sich der Lonely-Interpret Akon gestellt und startete im Jahr 2014 sein eigenes Projekt namens Akon Lighting Africa. Mit seinen Ideen, Fördergelder, den politischen Verbindungen von seinem Kollaborationspartner und einstigem Obama-Berater Thione Niang sowie dem Wissen von Unternehmer Samba Bathily, konnte er schon nach kurzer Zeit erste Erfolge verzeichnen und 17 afrikanische Staaten mit Licht versorgen.

Wir installieren unsere Klein-Paneele und Straßenlampen in dörflichen Gemeinden ohne Stromanschluss und bilden Arbeitskräfte vor Ort aus. Am Ende sind sie für die Wartung verantwortlich. Kinder nützen das Licht abends zum Lernen, Händler können ihre Geschäfte länger betreiben und es entstehen neue Märkte, erklärte Bathily laut der SZ und fügte hinzu, dass sie ebenfalls neue Arbeitsplätze geschaffen und die sogenannte Solektra Solar Academy errichtet hätten. In dieser Einrichtung werde einem jeden Lerneden vermittelt, wie er selbst Solaranlagen bauen, installieren und warten kann.

16 Millionen Menschen sollen unterdes bereits mit Solarenergie versorgt worden sein, doch Akon hat weitere Pläne: [In den nächsten zehn Jahren] will ich diese Zahl auf 80 Millionen erhöhen. Denn ohne Strom kann sich ein Land nicht entwickeln.

Akon als US-Präsident?
Nachdem er bereits im Heimatland seines Vaters Mor Thiam ein positives Ansehen genießen kann, möchte der 45-Jährige ebenfalls in Amerika mehr leisten und soll sich laut dem Team von Newsweek auf die Präsidentschaftskandidatur für die anstehenden Wahlen in 2020 vorbereiten. Vor allem aber möchte er nach Donald Trumps Amtszeit in den USA erneut aufräumen und gestand: Ich denke wirklich und ernsthaft darüber nach, mich 2020 aufstellen zu lassen. Ich möchte es hingegen nicht einfach nur tun, um das weiterhin zu leisten, was ich sowieso schon leiste … Ich hoffe, dass meine [Arbeit] mir so viel Kraft gibt, dass [mich Leute] supporten und sagen: ‘Weißt du was, ich werde dich unterstützen, solltest du dich aufstellen lassen.’ […] Aktuell fühle ich mich einfach nur nicht gut aufgehoben - nicht sicher. Ich fühle mich machtlos und ich weiß, dass es ehrlich gesagt ein Kampf sein wird. Ich muss mich auf etwas Unerwartetes einstellen. Ich fühle mich aktuell einfach nur unwohl. Und ich denke, dass viele Amerikaner so denken - selbst hellhäutige Amerikaner fühlen sich gerade so und sie sehen, wie sie von ihren eigenen Entscheidungen gejagt werden.

Für Akon steht fest, dass die heutigen getroffenen Entscheidung vielleicht noch nicht so viele negative Risse ins Sozialsystem reißen werden. Doch ich denke, dass die morgigen Auswirkungen viel schlimmer und verheerender sind. Wir sind einen langen Weg gegangen und waren [unter Obamas Führung] endlich wieder vereint. Wir haben einander wie Menschen behandelt und wenn man sich jetzt umschaut, erkennt man, dass alles geschaffte wieder auseinandergerissen wurde - mit all den Gangs und Rassen, die wieder emporsteigen. Es ist einfach nur schlimm.