XATAR: "Rheingold" bei Netflix auf Platz 1
Deutsch-Rapper XATAR weilt nicht mehr unter uns, doch seine Geschichte sorgt weiterhin für Schlagzeilen.
Deutsch-Rapper XATAR weilt nicht mehr unter uns, doch seine Geschichte sorgt weiterhin für Schlagzeilen.
Giwar Hajabi, kurdischer Herkunft, wurde am 24. Dezember 1981 im Iran geboren. Seine Eltern flohen in den frühen 80er Jahren zunächst in den Irak, wo sein Vater inhaftiert und gefoltert wurde, bevor die Familie schließlich nach Deutschland kam. Xatar wuchs im Bonner Plattenbau auf. Sein Weg führte ihn über Drogenhandel, einen spektakulären Goldraub und Gefängnis und schließlich zum Rap. Doch dabei blieb es nicht:
Im Dezember 2009 überfiel er gemeinsam mit Komplizen bei Ludwigsburg einen Goldtransporter. Nach Flucht und Geständnis wurde er zu acht Jahren Haft verurteilt, doch von dem geraubten Gold fehlt bis heute jede Spur. Stattdessen droppte er ein knappes halbes Jahr nach seiner vorzeitigen Haftentlassung sein Album "Baba aller Babas", das auf Platz 1 der deutschen Albumcharts einstieg. Und die Story von dem Geldraub? Die verfilmte Xatar am Ende sogar im Film "Rheingold". Doch am 7. Mai 2025 der Schock: Giwar Hajabi im Alter von 43 Jahren an einem Herzinfarkt verstorben und seine Witwe Farvah Hajabi offenbarte die Todesursache erstmals in der ARD-Dokumentation. Fremd- oder Gewalteinwirkung wurde durch Obduktion und toxikologisches Gutachten ausgeschlossen.
Farvah Hajabi sagte dazu: "Er ist fit gewesen. Sei es mental oder auch physisch. Ich kann es mir nicht erklären, ich will es mir nicht erklären und ich möchte auch nicht, dass es mir irgendwer erklärt."
Im September 2026 erlebt XATARs Geschichte ein Comeback: Netflix hat sich die Rechte an "Rheingold" gesichert und bringt das Biopic damit zurück auf die Bildschirme. Der Film von Regisseur Fatih Akin kam 2022 in die Kinos und erzählt XATARs bewegtes Leben von seiner Kindheit und Flucht aus dem Iran über seine kriminelle Vergangenheit bis hin zum Aufstieg als Rapper.
Die Hauptrolle übernahm Emilio Sakraya, der Giwar Hajabi verkörperte, während der Film von dem Streaming-Service wie folgt beschrieben wurde: "Von den Straßen Bonns bis in eine syrische Gefängniszelle – diese raue Filmbiografie beleuchtet den Aufstieg des deutschen Rappers Xatar und den Raub, der ihn berühmt machte."
Und offenbar trifft die Story auch Jahre nach dem Kinostart noch einen Nerv: Seit dem 10. September 2026 ist "Rheingold" bei Netflix verfügbar und schoss direkt auf Platz 1 der Filmcharts.
Damit ist Xatar trotz seines Todes im Mai 2025 wieder in aller Munde. Sein Leben, das schon zu Lebzeiten kaum nach einem gewöhnlichen Rapper-Märchen klang, sorgt jetzt also auch beim Streaming-Riesen für ordentlich Aufmerksamkeit. Den offiziellen Trailer zu "Rheingold" kannst du dir derweil hier noch einmal reinziehen:
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