Lola Young
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Lola Young
Nach Drogenentzug & Zusammenbruch

Lola Young setzt sich für Suizidprävention ein

Nach Sucht, Entzug und einem Zusammenbruch setzt Lola Young jetzt ein Zeichen für Hoffnung und Suizidprävention.

Erfolg und Drogensucht

Lola Young weiß aus eigener Erfahrung, wie schnell es dunkel werden kann. 2024 feierte die damals 24-Jährige mit "Messy" große internationale Erfolge, spielte bei Festivals wie Glastonbury und Reading und war anschließend unter anderem mit Billie Eilish auf Tour. Hinter den Kulissen sah es allerdings ganz anders aus: Trotz ihres Erfolgs war Young nicht glücklich und griff zu hochprozentigem Alkohol und harten Drogen. Noch im selben Jahr ließ sie sich in eine Entzugsklinik einweisen.

Über ihre Sucht und die damit verbundenen Herausforderungen sprach die Sängerin offen mit dem "Guardian": "Ich musste eine Zeit lang weg sein, um mit den Dingen klarzukommen. Aber Sucht lehrt dich viel. Sie macht dich empathischer gegenüber Menschen, die Ähnliches erlebt haben. Es ist einfach eine ständige Reise. Viele Menschen haben nicht das Privileg, sich behandeln zu lassen. Viele leiden unter einer Sucht und befinden sich auf diesem persönlichen Weg der Genesung. Jeder, der dieses Gefühl kennt, weiß, dass es nicht linear ist, es geht immer auf und ab. Bei mir liegt es an einer Dysregulation von Dopamin … zusätzlich kam noch die Diagnose ADHS dazu, mit der umzugehen sehr schwer war."

Auch danach blieb der Weg für Young alles andere als einfach. Ende September 2025 brach sie während eines Konzerts in New York mitten auf der Bühne zusammen. Kurz zuvor hatte sie noch über schwierige Phasen in ihrem Leben gesprochen: "Manchmal hat man im Leben das Gefühl, dass man nicht weitermachen kann. Aber wisst ihr was? Heute bin ich aufgewacht und habe die Entscheidung getroffen, hierher zu kommen, und ich wollte stark sein … Manchmal wirft dir das Leben Zitronen zu, und dann musst du eben Limonade daraus machen."

Setzt sich für Suizidprävention ein

Nach dem Zusammenbruch sagte Young weitere Auftritte ab und zog sich schließlich auf unbestimmte Zeit zurück. "Ich ziehe mich für eine Weile zurück. Es tut mir sehr leid, aber ich muss alles für die absehbare Zukunft absagen. Danke für all die Liebe und Unterstützung. Es tut mir so leid, alle zu enttäuschen, die ein Ticket für mich gekauft haben – es tut mir mehr weh, als ihr euch vorstellen könnt. Natürlich erhaltet ihr eine vollständige Rückerstattung. Ich hoffe sehr, dass ihr mir eine zweite Chance gebt, sobald ich Zeit hatte, an mir zu arbeiten und stärker zurückzukommen. Love you all, Lola x."

Heute möchte Young genau aus diesen Erfahrungen eine andere Botschaft machen: Hoffnung. Gemeinsam mit der britischen Wohltätigkeitsorganisation CALM unterstützt sie die "Lifelines"-Kampagne zur Suizidprävention. Dafür gibt es ein neues T-Shirt mit einer Zeile aus ihrem Song "Flicker Of Light": "There’s a flicker of light. There’s always morning after the night" – also: Es gibt einen Lichtschimmer. Auf die Nacht folgt immer der Morgen.

"Ich habe diesen Song über die Erkenntnis geschrieben, dass es Hoffnung gibt. Ich hatte oft das Gefühl, es gäbe keine, aber es gibt immer einen Grund, weiterzumachen", sagte Young. "Selbst wenn man eigentlich nicht aus dem Bett aufstehen will, tut man es doch und das ist großartig. Man ist noch da, man lebt noch, und wenn es etwas gibt, worauf man stolz sein kann, dann ist es genau das."

CALM-CEO Simon Gunning fügte hinzu: "Wir sind Lola unglaublich dankbar, dass sie 'Lifelines' unterstützt und zeigt, welch starke positive Kraft in der Musik steckt."

Die "Lifelines"-Kollektion umfasst neben Youngs Design auch Shirts von Fontaines D.C., Blossoms und Inhaler und die Erlöse unterstützen die Arbeit von CALM und damit Angebote zur Suizidprävention und psychischen Gesundheit.

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