Am Mittwoch, den 29. Juni 2022 wurde der “I Believe I Can Fly”-Interpret in New York für schuldig gesprochen.

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Missbrauchsprozess
Sänger R. Kelly, der mit dem Hit “I Believe I Can Fly” weltweit Millionen von Fans um den Verstand bringen konnte, sitzt seit Juli 2019 in Untersuchungshaft. Er wurde von Beamten des NYPDs und der Homeland Security festgenommen, nachdem ihm de Besitz von Kinderpornografie nachgewiesen werden konnte. Robert Sylvester “R.” Kelly soll in den 1990er und 2000er Jahren ebenfalls Sex Trafficking, also einen Menschenhandel mit dem Zweck der sexuellen Ausbeutung, betrieben haben und wurde unter anderem wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger angeklagt. In weiteren Punkten, darunter Kidnapping und Bestechung, musste sich der Musiker behaupten und wurde am Mittwoch, den 29. Juni 2022 von Richterin Donnelly in New York City für schuldig befunden.

Die Verbrechen R. Kellys seien laut der Juristin “kalkuliert, sorgfältig geplant und über einen Zeitraum von fast 25 Jahren regelmäßig ausgeübt worden”. Außerdem gebe es “wenige Verbrechen, die schwerwiegender” seien als die von Kelly. Der Sänger selbst hatte alle Vorwürfe stets zurückgewiesen und wurde nun zu einer Haftstrafe von 30 Jahren und einer Geldstrafe von 100.000 Dollar (etwa 96.000 Euro) verurteilt.

Berufung und weitere Urteile
Verteidigerin Jennifer Bonjean will in Berufung gehen, ihr Mandant sei das “Produkt seiner Kindheit”, die von sexuellem Missbrauch, Armut und Gewalt geprägt worden war.

Obwohl Kelly in New York City verurteilt worden war, ist der Prozess noch nicht gelaufen: Auch in den US-Bundesstaaten Illinois und Minnesota liegen Anklagen gegen R. Kelly vor. Ein Prozess in Chicago soll schon Mitte August beginnen und könnte zusätzliche Jahre Haft bedeuten. Via Twitter werden unterdes Millionen von Meinungen veröffentlicht. Einige lesen sich wie folgt:

R. Kelly selbst hat derweil noch kein offizielles Statement abgegeben.