Laut Ye sehen die neuen Adiletten 22 wie "ein gefälschter Yeezy aus dem Hause adidas" aus.

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Milliardär dank adidas
Im Februar 2016 bettelte Kanye West öffentlich um 53 Millionen Dollar und wandte sich an Facebook-Gründer Mark Zuckerberg wie folgt: “Ich schreibe euch dies, meine Brüder, während ich immer noch 53 Millionen Dollar persönliche Schulden habe. Bitte betet, dass wir das überwinden. Das ist mein wahres Herz. […] Mark Zuckerberg, investiere eine Milliarde in die Ideen von Kanye West.”

Kurz darauf meldete sich Yes mittlerweile Ex-Frau zu Wort und erklärte: “Sorry, dass ich zur spät zur Party komme, aber ich war damit beschäftigt, meinen Videospiel-Scheck über 80 Millionen einzulösen und 53 Millionen auf unser gemeinsames Konto zu überweisen.” 

Nur vier Jahre später konnte Kanye West nicht nur seine Schulden begleichen, sondern auch dank der Kooperation mit dem deutschen Sportartikelhersteller adidas zum Milliardär ernannt werden.

Kanye West ist offiziell ein Milliardär. Als wir West letzten Sommer auf dem Cover von Forbes vorstellten und uns mit seinem unglaublichen Erfolg mit Yeezy befassten, schien er zufrieden zu sein”, heißt es in der Pressemitteilung vom Wirtschaftsmagazin Forbes. “Gestern hat das Team des Hip-Hop-Superstars uns einen unserer Meinung nach authentischen numerischen Einblick in Kanye, Inc. gegeben, der seinen Milliardärsstatus beweist - hauptsächlich dank seiner 100 prozentigen Beteiligung am Yeezy-Sneaker-Imperium. […] Kanye Wests 'Yeezy'-Einnahmen von 140 Millionen US-Dollar machen zwar einen Anteil von rund 1,4 Milliarden US-Dollar aus, aber das sind private, höchst illiquide 1,4 Milliarden US-Dollar. Unsere Faustregel für solche privaten Vermögenswerte lautet, mindestens zehn Prozent abzuziehen. Das sind dann also 1,26 Milliarden US-Dollar.”

Verklagte adidas
Ein einzelnes Paar von Kanye Wests Schuhen wechselte im April 2021 selbst für eine Rekordsumme von 1,8 Millionen Dollar den Besitzer und wurde als “teuerster Schuh aller Zeiten” abgestempelt. Doch der Rapper und Designer scheint sich bei adidas für die Unterstützung nicht zu bedanken, sondern verklagte den Sportgiganten nun:

Mitte Juni 2022 richtete sich Kanye direkt an den Geschäftsführer Kasper Rørsted und erklärte in einem bereits wieder gelöschten Instagram-Post, dass die neuen Adiletten seinen eigenen Yeezys verblüffend ähnlich sehen würden: “An Kasper – ich lasse mir diese krassen Kopien nicht mehr gefallen. An die gesamte Sneaker-Gemeinde, an jeden Ballspieler, Rapper oder auch wenn du nur im Laden arbeitest – dies geht alle an, die etwas zu sagen haben, aber das Gefühl haben, es nicht zu können, denn sonst würden sie den Vertrag verlieren oder sie werden für verrückt erklärt. Mut zeigt sich dadurch aus, keine Angst zu zeigen. Mut ist es, wenn du deine Angst überwindest, um zu deiner Wahrheit zu stehen. […] Diese Schuhe repräsentieren die Respektlosigkeit, die Menschen an der Macht gegenüber dem Talent haben. Dieser Schuh ist ein gefälschter Yeezy, der von Adidas selbst hergestellt wurde.”

Passend zu seinen Worten veröffentlichte Ye ebenfalls Auszüge aus seinen Verträgen mit adidas, welche bis 2026 anhalten würden und unterstrich folgende Klausel: “Es gibt eine begrenzte Ausnahme, bei der er Freizeit- und Lifestyle-Bekleidung der Marke Yeezy selbst herstellen kann, aber nicht mit einem Konkurrenten.”