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Live-Auftritte und Freiheit

Cro hat "altes Leben zurück" & will keinen Perfektionismus

Der “trip”-Interpret steht endlich wieder auf der Bühne und feiert den Sprung zurück in sein altes Leben.

Album “trip”

Am 30. April 2021 veröffentlichte Cro seinen vierten LongPlayer, das Werk “trip” und konnte damit einmal wieder an die Spitze der deutschen Charts schnellen. Über das Werk sagte der Musiker: “Das Album ist eigentlich komplett auf Bali entstanden. Nur wenige Skizzen sind in Berlin entstanden. Das Funkhaus war eher dazu da, dass ich noch einmal eine kleine Schule in Sachen Sound hatte. Im Funkhaus sind sehr viele Studios mit ganz vielen Super-Typen, die viel darüber wissen, wie und mit welchen Geräten man am besten aufnimmt. Das hat mir sehr viel weiter geholfen. Und dann bin ich nach Bali und habe das angewendet, was ich gelernt habe”, erklärte Cro gegenüber dem Kurier und sprach anschließend über seinen Perspektivwechsel, welcher für “trip” nötig war.

“Nach Berlin wollte ich, weil dort alles aus unserer Szene zusammenkommt. Für einen Künstler ist das super. Das sehe ich heute immer noch so. Aber nach Bali bin ich gegangen, weil ich eine Abwechslung von meinem deutschen Ich haben wollte. Ich habe gemerkt, dass ich mich das ganze Leben kaum von Deutschland wegbewegt habe. Und kaum auch mal andere Wege gegangen bin und das Leben von außen betrachtet habe. Als ich hier ankam, konnte ich den ganzen Trubel richtig gut abstreifen. Ich war viel alleine, habe meditiert, Yoga gemacht, zu mir gefunden und mich einmal um mich gekümmert. Ich konnte das, was in den letzten Jahren alles passiert ist, von außen betrachten. Das war ein wichtiger Perspektivenwechsel.”

Tournee

Gut ein Jahr nach dem Release des Nummer-eins-Albums startete Cro erneut in seine “trip is (a)live 2022”-Tour durch ganz Deutschland, Österreich und die Schweiz. Passend dazu veröffentlichte er für alle Fans diverse Bilder und Videos auf Instagram …

… und erklärte im Interview mit dpa, wie sehr ihm Live-Shows gefehlt hatten.

“Ich merke, ich hab‘ mein altes Leben zurück. Ich glaube, auch den Menschen hat es gefehlt, wieder diese Freiheit zu spüren. […] Kommentare und Likes, die sind anonym, aber auf Tour, das sind wirkliche Emotionen. […] Es war auch gut, eine Pause zu machen, um mal wieder zu sehen, was man wirklich will, andere Dinge zu machen. Aber jetzt, wo ich es wieder zurück hab, find' ich es voll geil. […] Die Tour ist die einzige Zeit, in der man da wirklich wieder mit allen zusammen unterwegs ist, wie eine Klassenfahrt. Wir sind wie eine Familie.”

Kein Perfektionismus mehr

Cro selbst hat in der Zwischenzeit viele Kunstwerke gemalt und begriffen, dass er nicht immer perfekt sein muss. Er sagte gegenüber dpa, dass er unter dem Alter Ego Carlito die Bilder veröffentlichen würde und ein richtiges Arbeitstier sei.

“Ich habe viele Dinge ausprobiert und erste Kunstwerke öffentlich gemacht. Das ist ein bisschen so ein kleiner Step, den ich gerade ernst nehme und den ich perfekt machen will. Ich bin eher so ein visueller Typ. […] Wenn mir jemand stundenlang irgendwas vorliest, dann höre ich weniger zu, als wenn er mir ein Bild zeigt”, so der Musiker, welcher abschließend hinzufügte, dass am effektivsten ein Zusammenspiel aus “einfach machen und ein bisschen Ego zurückstecken und nicht immer diesen Anspruch an Perfektionismus haben” sei.