Stephen Walter, welcher in 2018 für die tödliche Überdosis des Rappers sorgte, ging einen Deal mit der Staatsanwaltschaft ein und bekannte sich schuldig.

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RIP Mac
Am 07. September 2018 starb Mac Miller an einer Überdosis, nachdem er das gefälschte Betäubungsmittel Oxycodon, das mit dem starken Schmerz- und Narkosemittel Fentanyl versetzt worden war, in Tablettenform genommen hatte. Im Anschluss brach der Rapper zusammen und es kam zum Herzstillstand.

Rund ein Jahr hatte man nach seinem Drogendealer gesucht und Cameron James Pettit schließlich ausfindig machen können. Jener hatte einem Bekannten am Tag von Millers Tod via Instagram folgende Nachricht geschrieben: “Ich denke, ich sollte nichts veröffentlichten … Einfach nur, um schlau zu sein. […] Ich bin kein guter [Mensch] … Ich werde höchstwahrscheinlich im Gefängnis sterben. […] Bislang ist noch nichts passiert … doch das kann noch kommen. Ich werde verschwinden … und in ein anderes Land ziehen.”

Mac Millers Vater, Mark McCormick, konnte seine Erleichterung kaum in Worte fassen und erklärte beim einjährigen Todestag seines Sohnes: “Die haben also endlich den Motherf*cker gefunden, der ihm jene Drogen verkauft hatte. Wir können endlich etwas Trost finden. Und viele von uns sind jung - auch ich habe mit Drogen experimentiert. Jedoch ist die heutige beschissene Welt eine komplett andere. Und alles, was man braucht, ist ein kleiner Hauch von Fentanyl und ein bisschen Kokain und du bist tot. Drogen sind mit Fentanyl und vielen anderen Mitteln vollgepumpt. […] Es gibt etwas, was ich euch sagen möchte: Geht kein Risiko ein. Das ist es einfach nicht wert.”

Dealer plädiert auf schuldig
Rund drei Jahre sind seit dem Tod des Rappers vergangen und nun kam es endlich zu einem Urteil. Doch Cameron James Pettit scheint nichts von den gefälschten Tabletten gewusst zu haben, welche er Mac verkaufte. Stattdessen wusste sein Lieferant Stephen Walter von der Gefahr und hatte die Tabletten mit reinem Gewissen ausgehändigt.

Bereits am 05. September 2018 und somit zwei Tage vor dem Tod Mac Millers, hatte Pettit die Drogen von Walter gekauft und durch seinen Lieferanten Ryan Reavis beim Rapper abgeliefert. Die Pillen, die Miller erhielt, enthielten Fentanyl, ein starkes synthetisches Opioid, das 50-mal stärker ist als Heroin.

Drogendealer Stephen Walter ging einen Deal mit der Staatsanwaltschaft ein und plädierte drei Jahre nach dem Tod des “Swimming Pool”-Interpreten auf schuldig. Er wusste demnach, dass er gefälschte Oxycodon-Pillen mit Fentanyl-Anreicherung verkaufte. Walter drohen eine Haftstrafe von zu 20 Jahren und eine lebenslange Bewährungsstrafe. Ebenso wird er auf eine Million Dollar Schmerzensgeld verklagt und sitzt weiterhin in Untersuchungshaft. Walker ist einer von drei Männern, die wegen Millers Tod angeklagt sind. Pettit und Reavis müssen sich ebenfalls vor Gericht behaupten und wurden in zwei Punkten mit Todesfolge angeklagt.