Nachdem Justin im Track “Peaches” über den Drogenkonsum sang, verkaufte er in vier US-Bundesstaaten seine Peaches Pre-Rolls.

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Musiker war am Ende
Justin Bieber sang im Alter von 13 bereits für Millionen von Fans seine eigenen Lieder, war rund um die Uhr unterwegs und lebte ein Leben auf der Überholspur. Mit den Jahren kam er an die falschen Leute und rutschte schließlich ab. Wie Manager Scooter Braun gegenüber dem Wall Street Journal im Oktober 2017 erzählte, hatte er Angst um den kanadischen Superstar.

“Wir gingen durch die Hölle und das jeden Tag. Er war ganz unten angekommen und Investoren sagten mir: ’Es ist vorbei. Konzentriere dich auf etwas anderes. Dieses Kind ist fertig.’ Doch ich habe Justin ein Versprechen gegeben, als er 13 Jahre alt war und das werde ich niemals brechen. Ich werde ihn niemals aufgeben und bin dankbar dafür, dass ich ihn noch immer an meiner Seite habe”, so der Manager.

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2009 - Credit: Micah Smith / GettyImages

Gut zwei Jahre später sprach Scooter Braun erneut über die Drogen-Eskapaden mit Justin Bieber und packte im “The Red Pill”-Podcast schließlich aus. “Es gab eine Zeit, in welcher ich fast jeden Abend ins Bett ging und wusste, dass er das Geld hatte, um sich so weit es geht von mir zu entfernen. Und ich dachte, ich würde ihn verlieren. Das war der Zeitpunkt, an welchem ich ihm verboten hatte, zu arbeiten. Er hatte mich angeschrien, wollte Songs veröffentlichen und auf Tour gehen. Doch ich wusste, dass er es nicht überleben würde. Ich wollte ihn nicht ausnutzen, wir haben kein Geld verdient in der Zeit, ich wollte ihn einfach nur beschützen und dafür sorgen, dass er gesund wird. Ich dachte, er würde sterben. Ich dachte, er würde eines Abends schlafen gehen und am nächsten Morgen nicht mehr aufwachen, weil er so viel Scheiße in seinem Körper hatte”, so Braun.

Bieber selbst soll seither keine Droge mehr angerührt haben. 

 

Verkauft Joints
Justin Bieber selbst hat seine Vergangenheit bereits mehrfach Revue passieren lassen und sagte in einem emotionalen Posting auf Instagram: “Mit 20 habe ich jede schlechte Entscheidung getroffen, die man hätte treffen können und bin vom beliebtesten und verehrtesten zum lächerlichsten und am meisten gehassten Menschen der Welt mutiert. […] Mit 19 habe ich angefangen, harte Drogen zu nehmen und fing an, all meine Freundschaften auszunutzen. […] Ich habe nicht mehr zugehört, war respektlos gegenüber Frauen und wütend. Ich entfernte mich von allen, die mich liebten, und ich versteckte mich hinter eine Hülle einer Person, die ich geworden war.”

Die “Hülle einer Person, die er geworden war”, legte Biebs am Ende ab. Doch ganz von dem Marihuana ist er bislang noch nicht losgekommen. So sang der Kanadier unter anderem in seinem Nummer-eins-Song “Peaches”:

“I got my peaches out in Georgia (oh, yeah, shit)
I get my weed from California (that's that shit)”

Passend dazu hat Justin eine neue Firma gegründet und verkauft seit Anfang Oktober 2021 seine eigenen Joints in diversen US-Bundesstaaten. Wie Forbes bestätigte, soll der sogenannte Peaches Pre-Rolls bereits in Kalifornien, Nevada, Massachusetts und Florida vertrieben werden, in welchen Marihuana legalisiert worden ist.

Gegenüber Bloomberg ließ Justin schriftlich verlauten, dass er mit seinem Gras-Unternehmen Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen darauf angewiesen sein sollen, versorgen möchte. Ziel sei es ebenfalls, Cannabis zugänglicher zu machen und seinen Konsum zu “entstigmatisieren”.

In 18 der 51 US-Bundesstaaten wurde Marihuana als Rauschmittel für Personen ab 21 Jahren legalisiert. In welchen Gegenden Justin Bieber seine “High-End-Linie von Indoor-Pre-Rolls” wohl als Nächsten an den Fan bringen will?

 

Hinweis der Redaktion
In der Regel berichten wir nicht über Drogen – außer die Einnahme erfährt durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit.

Solltest Du selbst das Gefühl haben, dass Du Hilfe benötigst, kontaktiere bitte umgehend die Telefonseelsorge. Unter der kostenlosen Rufnummer 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhältst Du Hilfe von Beratern, die Dir Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen können. Weitere Hilfsangebote gibt es bei der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention.