Nachdem ein Radiomoderator aus Bayern die Jungs von BTS mit dem Coronavirus verglichen hatte, äußerten sich Fans aus der ganzen Welt und ein Shitstorm brach los.

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Credit: ibighit

Weltweit ein Hit
Die sieben Mitglieder der südkoreanischen Gruppe BTS sind Millionen, wenn nicht sogar Milliarden, von Menschen ein Begriff. In 2010 wurde bereits die Suche nach allen Jungs gestartet, welche in 2013 erstmals zusammen auf der Bühne standen und im Anschluss nicht nur ihr Heimatland, sondern den ganzen Globus im Sturm erobert hatten. Mit ihrer Single “Dynamite”, dessen Musikvideo im Übrigen mehrere YouTube-Weltrekorde aufgestellt hatte, schafften es RM, Jin, Suga, J-Hope, Jimin, V und Jungkook nicht nur in die internationalen Charts, sondern wurden auch für einen GRAMMY in der Kategorie “Beste Popdarbietung eines Duos oder einer Gruppe” nominiert. Ob sie den Preis am Ende gewinnen und sich gegen unter anderem Taylor Swift und Bon Iver, Justin Bieber und Quavo und Lady Gaga und Ariana Grande durchsetzen können, wird am Sonntag, den 14. März 2021 entschieden.

Abfällige Kommentare
Natürlich werden die Jungs von BTS auch im deutschsprachigen Raum im Radio rauf- und runtergespielt, nachdem sie mehrfach alle 74.475 Tickets vom Berliner Olympiastadion an den Fan bringen konnten. Doch nicht immer treffen die Moderatoren die passenden Worte, um die südkoreanischen Künstler anzukündigen. Und die Supporter der sieben Jungs sind alles andere als entzückt, sollte sich jemand gegen ihre Lieblinge stellen. Das erfährt aktuell ein Bayern3-Moderator, welcher sich am Donnerstagabend in einer Livesendung nicht nur im Ton vergriffen hatte, sondern direkt einen Shitstorm auslöste.

Matthias Matuschik wollte seinen Lieblingstrack von Coldplay -“Fix You” - anmoderieren, bevor ihm eingefallen war, dass BTS jenen Song vor wenigen Tagen erst in ihrem eigenen “MTV Unplugged”-Special coverte. Passend dazu erklärte er, dass ihre Version eine “Gotteslästerung” gewesen sei, bevor er die sieben Musiker als “kleine Pisser” beschrieben und sie mit “irgendein[em] Scheißvirus, wogegen es hoffentlich bald ebenfalls eine Impfung gibt” verglich. Abschließend fügte er hinzu, dass die K-Pop-Stars lieber “in Nordkorea Urlaub machen [sollten], für die nächsten 20 Jahre”, bevor sie noch einmal ein Coldplay-Cover releasen …

Solche Worte wollte sich die ARMY, so nennen sich die Fans von BTS, nicht gefallen lassen und schossen gegen den Moderator:

Stellungnahme
Mittlerweile hat der Sender Bayern3 bereits eine Entschuldigung veröffentlicht und erklärt: “In der Sendung 'Matuschke – der etwas andere Abend' hat Moderator Matthias Matuschik seine persönliche Meinung zu der sehr erfolgreichen südkoreanischen Band BTS und deren Cover des Coldplay-Songs 'Fix You' im Rahmen ihres Unplugged-Konzerts geäußert und viele von euch haben sich darüber beschwert. […] In diesem Fall ist er aus dem Versuch heraus, seine Meinung ironisch-überspitzt und mit übertrieben gespielter Aufregung darzustellen, in seiner Wortwahl übers Ziel hinausgeschossen und hat damit die Gefühle der BTS Fans verletzt. Das hatte er aber – das hat er uns versichert – in keiner Weise beabsichtigt. […] Dafür entschuldigen wir uns in aller Form. Wir werden das Thema mit Matthias und dem Team in den nächsten Tagen nochmal ausführlich aufarbeiten.”

Anschließend nahmen sie die weltweite Nummer-eins-Single “Dynamite” mit ins Programm auf. Doch Fans sind alles andere als begeistert:

Wie die Sache wohl ausgehen wird? Fans auf der ganzen Welt sind entsetzt und hoffen, dass der Moderator zur Rechenschaft gezogen wird.