Nachdem sich Loredana zum zweiten Mal in Folge den Preis für den “Best Swiss Act” abholen konnte, wurde sie auf dem offiziellen MTV Germany-Account gemobbt und beschimpft.

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Credit: Daniele Venturelli / GettyImages

“Frauenrap übernimmt”
Im November 2019 jettete Loredana mit ihrer Crew ins spanische Sevilla und durfte auf dem roten Teppich der MTV Europe Music Awards posieren. Passend dazu wurde sie zum “Best Swiss Act” nominiert und hatte Rapperin Juju im Arm, welche sich als “Best German Act” behaupten wollte. Und siehe da? Beide Damen hatten am Ende das Rennen gemacht und durften ihre Preise persönlich entgegennehmen.

“Ich habe es geschafft! Ich habe als Schweizer Act den MTV Award gewonnen”, verkündete die Luzernerin glücklich via Instagram-Story zum damaligen Zeitpunkt und bedankte sich bei ihren Landsleuten, obwohl sie laut eigenen Aussagen manchmal das Gefühl habe, dass sie daheim “nicht immer so gemocht” wird. “Ich hoffe, ihr seid stolz”, fügte Loredana hinzu.

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Credit: Kate Green / GettyImages

#BoycottLoredana
Trotz negativen Schlagzeilen hat sich Loredana dazu entschieden, einfach weiter ihr Ding zu machen und konnte sich letzten Endes darüber freuen, dass sogar die Strafverfolgung in ihrem Betrugsfall fallengelassen worden war. Am 06. Oktober 2020 veröffentlichte die Luzern Staatsanwaltschaft eine Pressemitteilung und erklärte öffentlich, dass sich die Rapperin und ihr Betrugsopfer Petra Z. außergerichtlich geeinigt hätten.

“Die Staatsanwaltschaft Luzern hat das Verfahren gegen die Rapperin Loredana u. a. wegen Verdachts auf gewerbsmäßigen Betrug eingestellt. Auf gegenseitigen Wunsch einigten sich die Rapperin und die Geschädigte über eine Wiedergutmachung. Loredana hat die Vorwürfe anerkannt, sich für ihr Verhalten entschuldigt und der Geschädigten mehr als den ermittelten mutmaßlichen Deliktsbetrag zurückbezahlt. Der Einstellungsentscheid ist rechtskräftig.”

Rund 400.000 Euro soll die Rapperin von dem Waliser Ehepaar abgezogen und Petra Z. somit in den Ruin getrieben haben. Mittlerweile soll Loredana all das Geld erneut zurückgezahlt und sich mit der Frau geeinigt haben. “Die Rapperin bezahlte der Geschädigten eine Entschädigung, die deutlich höher liegt als der ermittelte mutmaßliche Deliktsbetrag. Zudem entschädigte sie die Geschädigte für deren Parteikosten und übernahm die Kosten des Strafverfahrens. […] Die Geschädigte wünschte und akzeptierte diesen Vergleich und hatte kein Interesse an einer weiterführenden strafrechtlichen Verfolgung der Vorwürfe”, heißt es in der Pressemitteilung abschließend.

 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Und während Petra Z. der Rapperin vielleicht verzeihen kann, können es ihre Fans noch lange nicht. Stattdessen riefen sie erneut zum Boykott auf, nachdem Loredana am 08. November 2020 zum zweiten Mal zum “Best Swiss Act” ernannt worden war und sich gegen Bligg, Seven, Loco Escrito und Pronto durchsetzen konnte.

Im MTV Germany-Video auf Instagram bedankte sich die Künstlerin bei allen Supportern und erklärte unter anderem: “Was geht ab? Ich denke mich an alle Fans, die gevoted haben. […] Ich wollte mich einfach nur bedanken. […] Ich hatte nicht ne leichte Zeit, aber das ist wieder einmal eine schöne Freude […] und ein neues Spielzeug für meine Tochter Hana!"

 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Löscht sie negative Kommentare?!
Während man im Kommentarfeld auf Loredanas Profil nur positive Worte von ihren Fans finden kann, welche ihr zum Sieg bei den MTV Europe Music Award gratulierten, sieht es auf der offiziellen Page von MTV Germany komplett anders aus. Hier hinterließen diverse Instagram-Accounts ihre Meinungen und fragen sich, warum die “tut mir nicht leid”-Interpretin zur Gewinnerin erklärt worden war. Einige der Kommentare haben wir für Dich hier zusammengetragen:

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Credit: mtvgermany / Instagram

Was King Lori wohl zu all der Kritik und dem Boykott zu sagen hat? Angesprochen hat sie die negativen Meinungen nicht, sondern promotete ihren brandneuen Song “tut mir nicht leid”.