Nachdem sich Jamule bereits schriftlich bei allen entschuldigt hatte, nahm er ein weiteres Selfie-Video auf und gestand, dass er als Wiedergutmachung die kompletten Einnahmen für den Song “Unterwegs” mit KitschKrieg an die Initiative “Schwarze Menschen in Deutschland” spenden wird.

Jamule

Credit: William Krause / bigFM

Was war passiert?
Ende August 2020 machte ein Video die Runde, in welchem Jamule sich auf einem Konzert selbst filmte und erklärte, dass es “so langweilig sei, [weil alles] nur Schwarz hier” wäre. Anschließend lenkte er die Aufmerksamkeit auf seine feiernden Mitmenschen und wurde letzten Endes von diversen Fans und Künstler wie Manuellsen und Nura als Rassist abgestempelt.

Der “Life is Pain”-Rapper, welcher dank seiner spanische und libanesischen Wurzeln “multikulturell aufgewachsen” war, veröffentlichte ein schwarzes Bild und entschuldigte sich im Untertitel für sein Fehlverhalten. Er schrieb unter anderem folgende Worte nieder: “Es fällt mir echt schwer die richtigen Worte zu finden. Mir tut dieses Video einfach nur unfassbar leid. Ihr müsst meine Entschuldigung nicht annehmen, aber ich würde mich freuen, wenn ihr mir glaubt, dass ich es aufrichtig meine. Ich diskriminiere rassistisches Gedankengut und schäme mich zutiefst für diese Art von Geschmacklosigkeit. Ich bin multikulturell aufgewachsen und höre schwarze Musik, arbeite mit schwarzen Musikern und schau seitdem ich ein Kind bin zu schwarzen Artists auf und darauf bin ich stolz.”

Zweites Statement veröffentlicht
Der Hashtag #BoycottJamule machte seither die Runde, diverse Personen stachelten Fans gegen den Musiker auf und sorgten am Ende dafür, dass sich Jamule noch einmal mit einer Videobotschaft an alle Supporter wandte. Am Donnerstagnachmittag, den 03. September 2020 lud er einen Clip auf Instagram hoch und entschuldigte sich.

“Okay Leute, es gibt Dinge im Leben, die man leider nicht mehr ändern oder rückgängig machen kann. Egal, wie sehr man es sich von ganzem Herzen wünscht. Es geht leider nicht und dazu gehört mein Video, womit ich viele von euch da draußen verletzt habe und auch Freunde von mir verletzt habe”, startete Jamule in das Video und fügte hinzu, dass er die ganzen letzten Tage darüber nachgedacht habe, wie er es “wieder gutmachen kann”. Und genau aus diesem Grund wird er alle Einnahmen von dem Song “Unterwegs”, der in Zusammenarbeit mit KitschKrieg für ihr selbsternanntes Debütalbum entstanden war und in den vergangenen Tagen die Spotify-Charts angeführt hatte, spenden. Das Geld wird demnach an die Initiative “Schwarze Menschen in Deutschland” gehen, welche sich um die Interessen dunkelhäutiger Menschen in der Bundesrepublik kümmert, "Rassismus, Benachteiligungen und Ausbeutung aufzeigt und bekämpft sowie für Gerechtigkeit in der Gesellschaft eintritt”.

Das komplette Statement kannst Du Dir hier noch einmal anhören:

 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Jamules Fans und Kollegen wie Reza und ENO haben sich seither für den Newcomer stark gemacht und ihn im Kommentarfeld den Rücken gestärkt.