Im August 2020 soll der aktuell noch in Haft befindende Künstler aus dem Knast entlassen werden und muss sich direkt mit zwei Klagen im Millionenbereich herumschlagen.

Daniel Hernandez, AKA Tekashi69, Arraignment - Houston, TX

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Eine Klage nach der anderen
6ix9ine befindet sich zum redaktionellen Zeitpunkt noch in einem Bundesgefängnis im US-Staat New York. In neun Fällen wurde der Künstler für schuldig gesprochen und konnte dennoch einer 47 Jahre anhaltenden Haftstrafe entkommen. Der zuständige Richter - Paul Engelmayer - hatte dennoch Nachsicht mit dem Act, nachdem jener nicht nur seine Freunde, sondern auch ehemalige Kollegen der berüchtigten und gefährlichen Nine Trey Gangsta Bloods verraten hatte. Dank seiner Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft wurde Daniel Hernandez, so sein bürgerlicher Name, zu zwei Jahren verurteilt. Im August 2020 soll er aufgrund von guter Führung und bereits drei Monate früher entlassen werden und wird im Anschluss daran bis 2025 auf Bewährung sein, muss 300 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten und eine Geldstrafe von 35.000 US-Dollar zahlen.

Das soll es dann aber noch lange nicht gewesen sein: Wie die Redakteure von TMZ herausgefunden haben, wurde der Rapper mit einstigen Regenbogenhaaren von der Billig-Modemarke Fashion Nova auf 2,25 Millionen Dollar verklagt, nachdem er dem Deal nicht mehr nachgegangen war. Im Oktober 2018 soll der “STOOPID”-Interpret demnach einen Vertrag unterschrieben und 225.000 Dollar überwiesen bekommen haben, um für das Label via Instagram richtig Werbung machen und die Verkaufszahlen hochtreiben zu können. Einen Monat später klickten bereits die Handschellen und 6ix9ine wurde in Untersuchungshaft gesteckt. Sein Team soll sich anschließend weder um die Aufklärung, noch die erneute Überweisung der Gage gekümmert haben, sodass die Anwälte von Fashion Nova beauftragt worden waren und den US-Amerikaner verklagten.

150 Millionen in den Miesen
Doch damit noch nicht genug: Neben der millionenschweren Fashion Nova-Klage wurde nun ein weiteres Schreiben an Mr. Hernandez überstellt und scheint dem Rapper womöglich die Sprache verschlagen zu haben. Rund 150 Millionen Euro fordert die Frau, welche bei dem von 6ix9ine in Auftrag gegebenen Dreh in New York verletzt worden war. Die Dame, welche ihre Identität nicht bekannt geben möchte, sagte demnach, dass sie von einer Kugel im Fuß getroffen worden war, welche im Juli 2018 bei einem Schusswechsel in Brooklyn angefeuert worden war. Der Rapper selbst soll sich zum damaligen Zeitpunkt als Mitglied der Nine Trey Gangsta Bloods-Gang geoutet und mit seinen Jungs ein neues Musikvideo in einem Hinterhof gedreht haben. Als 6ix9ine von den Besuchern am Set Wind bekommen hatte, soll er seine Kollegen zum Schusswechsel animiert und für Panik gesorgt haben. Die Frau sei vor Schreck beim Verlassen des Grundstücks gestürzt, soll sich am Knie und Rücken verletzt und eine Schusswunde am Fuß davongetragen haben. Eine Operation, Therapie-Sessions und Sitzungen mit dem Physiotherapeuten später konnte sie ihren Job bei Century 21 nicht mehr nachgehen und musste ebenfalls den Traum einer Polizeiausbildung in den Wind schießen.

6ix9ine hatte sich unterdes bereits bei einer Gerichtsverhandlung öffentlich bei der Dame entschuldigt und angeboten, ihre Krankenhausrechnungen zu zahlen. Für die Verletzte hingegen seien jenes Angebot nicht ausreichend, sie verklagte den Künstler auf stolze 150 Millionen Dollar. “Es ist verdächtig, dass die Klägerin nur Daniel Hernandez verklagt hat, der in ihrem Fall nie als Schütze identifiziert wurde. Die Klägerin hat die an ihrer Schießerei beteiligten Personen nicht verklagt. Um klar zu sein, Daniel hat sie nicht angeschossen”, erkläre 6ix9ines Verteidiger Dawn Florio im Interview mit der TMZ.

Wie die Sache wohl ausgehen wird? Der Rapper selbst soll innerhalb von zwei Jahren fast vier Millionen Euro erwirtschaftet haben und ab dem 02. August 2020 erneut ein freier Mann sein …