Die LINDEMANN-Show in Moskau wurde planmäßig durchgezogen und sorgt nun für einen Shitstorm der etwas anderen Art.

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Gegen den Strom …
Im Herbst 2019 gab das Duo von LINDEMANN bekannt, dass sie nicht nur ein zweites Album auf den Markt bringen wollen, sondern auch auf Tour gehen werden. Till Lindemann und Peter Tägtgren schafften es mit dem Werk “F & M” am Ende an die Spitze der deutschen Charts und konnten Anfang Februar 2020 in ihre geplante Konzertreise starten. Doch schon bei dem Auftakt schrieben sie negative Schlagzeilen: Während der Sänger demnach nicht nur mit Torten um sich schmiss, hing er sich ebenfalls einen Art Bauchladen um, zerstückelte tote Fische und warf diese ebenfalls in Publikum. Die Tierschutzorganisation PETA schlug anschließend Alarm und forderte in einer offiziellen Pressemitteilung den Frontmann auf, dass er alle Tiere aus seinem Bühnen-Programm streichen solle.

“Wir von PETA haben vollstes Verständnis für Provokationen. Wenn jedoch fühlende Lebewesen dafür leiden und sterben müssen, hat unser Verständnis ganz klar ein Ende. Wir denken, dass Till Lindemann kreativ genug ist, in Zukunft ohne Tierleid eine spektakuläre Bühnenshow zu inszenieren”, erklärte Dr. Tanja Breining, Meeresbiologin und Fachreferentin für Fische und Meerestiere bei PETA.
“Ein solcher Umgang mit fühlenden Wirbeltieren ist extrem respektlos. Sicher würden Sie keine Katzen oder Hühner oder andere Wirbeltiere zerstückeln und ins Publikum werfen, warum dann Fische? […] Wir möchten Sie nachdrücklich darum bitten, auf Ihren anstehenden Konzerten künftig keine Fische mehr ins Publikum zu werfen.”Zum redaktionellen Zeitpunkt hat sich Till noch nicht zu jenem Coup zu Wort gemeldet.

Konzert trotz Coronavirus
Auch die aktuellen Sicherheitshinweise bezüglich des schnell verbreitenden Coronavirus scheint das Alternative-Metal-Projekt LINDEMANN weniger ernst zu nehmen und stand Mitte März 2020 ein weiteres Mal während der angekündigten Konzertreise in Moskau auf der Bühne. Rund 10.000 Karten konnte das Duo für die Small Arena, in welcher sie performten, an den Mann bringen und umging geschickt die Verordnungen des Landes. Aufgrund der Corona-Pandemie sind Veranstaltungen mit mehr als 5.000 Teilnehmern in Moskau verboten worden, das Duo setzte demnach zwei Shows an und verringerte somit die Zuschauerzahl per Performance.

Till selbst hatte dennoch Vorsichtsmaßnahmen getroffen und trat in Moskau in einer Plastikblase auf …

Auch Kollege Peter war in jener Bubble mit am Start und gab das normale Set zum Besten. Doch lange hielten es beide Musiker nicht in jener Vorrichtung aus, sondern performten wie gewohnt weiter alle Songs ihrer beiden Alben, brachten die Meute zum Toben und zeigten sich von der Corona-Krise unbeeindruckt.

Laut “Worldometers.Info” wurden in Russland selbst unterdes erst 199 Coronavirus-Fälle bestätigt. Eine Person erlag der Lungenkrankheit, während weltweit die Zahl der Todesfälle auf 9.285 angestiegen war ...