Wenige Tage nachdem Xavier aus der DSDS-Jury geschmissen worden war, wurde er wegen Verdachts auf Volksverhetzung angezeigt und wird sich schon bald vor Gericht verantworten müssen.

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Credit: Isa Foltin / GettyImages

Was war passiert?
“Nach den umstrittenen Äußerungen von Xavier Naidoo in einem selbst gedrehten Video, das heute in den sozialen Netzwerken geteilt wurde, hat sich RTL entschlossen, den Sänger am Samstag aus der Jury von 'Deutschland sucht den Superstar' auszuschließen”, kann man in einem offiziellen Statement von RTL nachlesen und ihre Worte hatten sie gehalten: Während die Live-Show am Samstag, den 14. März 2020 über die Bühne gegangen war, war der aus Mannheim stammende Musiker nicht an der Seite von Dieter Bohlen zu sehen. Stattdessen musste er sich mit den Worten seiner ehemaligen Kollegen von den Söhnen Mannheims auseinandersetzen, welche nachfolgende Lines via Facebook veröffentlicht hatten:

“Ihr Lieben,
Wir sind nicht verloren Ihr seid nicht verloren
Wir sind viele!
Xavier und wir gehen seit einiger Zeit getrennte Wege und als Musikerkollektiv stehen wir klar und konkret gegen Hass, Gewalt und Rassismus!
Bestimmt ist es wichtig, in der heutigen Zeit Dinge anzusprechen, gerne auch kontrovers, aber man muss sich der Macht des Wortes bewusst sein.”

Naidoo selbst hat ebenfalls schon eine Stellungnahme releast und sich für das Video, welches in 2018 aufgenommen worden und erst jetzt ans Tageslicht gekommen war, entschuldigt. In dem Clip sagte der Sänger unter anderem: “Eure Töchter, eure Kinder sollen leiden, sich mit Wölfen in der Sporthalle umkleiden” und “Ich habe fast alle Menschen lieb, aber was ist, wenn fast jeden Tag ein Mord geschieht, bei dem der Gast dem Gastgeber ein Leben stiehlt?”

 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Strafanzeige gegen Naidoo
Der Bekleidungsvertrieb “Human Blood”, welcher seit 2014 Shirts und Tanktops mit Logos versieht und den Sitz in London haben soll, hat unterdessen Strafanzeige nach Verdacht auf Volksverhetzung gestellt und will den Sänger vor Gericht sehen. Auf ihrer Website kann man folgende Worte nachlesen:

“Rassismus ist keine Meinungsfreiheit, egal wie 'schwafelig' man diese verpackt. Neben Hassnachrichten und Boykottandrohungen (über die wir lachen, da 'Rechts' sicher gaaaanz viele Artikel bei uns bestellt *ja nee, is klar*) kamen auch Morddrohungen rein, sofern wir die Strafanzeige nicht zurücknehmen. Wir haben keine Angst. Wir halten an der Strafanzeige fest. Auch wird uns vorgeworfen, dass wir mit die Strafanzeige aus PR-Gründen gemacht hätten. Dies ist nicht richtig. Wir haben damals bereits Farid Bang und Kollegah angezeigt, als diese sich abwertend über die Opfer des Holocaust beim Musikpreis "Echo" geäußert haben. Wir vertreten unsere Werte.”

Fans des Künstlers haben sich unterdes im Kommentarfeld über die Anzeige beschwert und unter anderem erklärt:

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Credit: HUMANBLOOD / Facebook

Xavier Naidoo hat sich unterdes nicht zu der Strafanzeige nach Verdacht auf Volksverhetzung und muss sich schon bald vor Gericht verantworten.