Anna-Maria Ferchichi will Fler einzelne Textpassagen aus dem Track “NONAME” verbieten lassen und zog mit Ehemann Bushido vor Gericht.

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Credit: Patrik Stollarz / GettyImages

Fler droppt Diss
“Wie oft hast du deine Frau geschlagen? / Diese Bitch ist nur 'ne Sucker-Ho / Werder Brem'n der ganze Kader (Werder Brem’n) / Jeder potenzieller Vater (ohh) / Letzter Wunsch von deiner Mama: / ‘Trenn dich schnell von dieser An—‘ (Rest in Peace)”

“Worauf soll ich bei dir neidisch sein? / Auf Steuerschulden über eine Mio? / Auf keine Freunde, immer ganz allein?”

“Deine Frau, sie geht auf Party / Kommt erst wieder um halb vier / Bist alleine mit den Kindern (hehe) / Und sie sind nicht mal von dir”

Dies sind nur einige der krassen Lines, welche Deutsch-Rapper Fler auf seinem Track “NONAME” spittet und damit Bushido, dessen Ehefrau Anna-Maria Ferchichi und die gemeinsamen Kinder gedisst hatte. Der Berliner Künstler ließ sich jene Aussagen dennoch nicht gefallen, sondern wandte sich an seine Anwälte, welche zwei Schreiben aufsetzten. Beide Schriftstücke veröffentlichte Fler im Anschluss via Instagram, auf welchen man unter anderem folgende Worte nachlesen konnte: “Im Rahmen ihres neuen Songs ‘Noname’ verbreiten Sie unwahre Tatsachenbehauptungen in Bezug auf unsere kleinen Mandanten, denn Herr Anis Ferchichi ist der leibliche Vater unserer Mandanten. Die Kinder haben mit der Auseinandersetzung zwischen den Erwachsenen nichts zu tun und es verbietet sich sowohl rechtlich als auch moralisch, diese in Rahmen ihres Songs wie geschehen zu ‘dissen’.”

Bushido selbst hatte sich ebenfalls zu Wort gemeldet und erklärte, dass er sich zu Beginn des Jahres 2019 eigentlich mit Fler vertragen wollte, er sich jene Aktion jedoch abschminken kann. “Diesen Sommer hab ich deine Hoffnung auf ein gemeinsames CCN zerstört. Im September kamst du mit deinem Anwalt. Kannst du gerne machen, aber stell dich nicht besser dar, als du bist. Meine Frau und meine Kinder werden von dir angegangen, weil du weißt, dass sie mir das Wichtigste im Leben sind. Woher dieser Wind weht, wissen wir beide. Ja, selbstverständlich geht sie aus. Ja, selbstverständlich macht sie Urlaub und ja, eines unserer Kinder ist nicht mein Leibliches. Dafür liebe ich es wie mein Eigenes. Das kannst du weder von deinem Vater, noch von deiner Mutter behaupten. Dafür wirst du deine Antwort bekommen. Genau wie deine Kumpels. Ihr hört von mir”, schrieb Bushido via Instagram nieder.

Streit landet vor Gericht
Da sich Fler bis heute nicht mit seinem Team an Anwälten bei Bushido und dessen Ehefrau zu Wort gemeldet oder den Song aus dem Netz genommen hat, wurde eine weitere Instanz zu Rate gezogen - ein Richter vom Münchener Landgericht. Und dieser hielt in der ersten Etappe zu dem Ersguterjunge-Boss:

Am Mittwoch, den 11. Dezember 2019 wurde demnach entschieden, dass Fler einige Textpassagen aus seinem Diss ändern muss. Genau genommen geht es um jene Lines, in welchen der Rapper behauptete, Bushido sei nicht der biologische Vater der vier gemeinsamen Kinder mit Anna-Maria Ferchichi. Ebenfalls darf er seine Behauptung, der “gesamte Kader des SV Werder Bremen” könnte als Vater in Betracht kommen, von nun an nicht mehr von sich geben. Ein Richter erklärte laut “dpa” seine Entscheidung damit, dass die Kinder von dem Rapper durch "NONAME" in ihrer Persönlichkeitsentwicklung eingeschränkt wären. Der veröffentlichte Song muss somit via YouTube, Spotify, Amazon Music und Co. aktualisiert oder komplett gelöscht werden.

 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Flers Rechtsanwalt Christian-Oliver Moser hat sich mit jenen gerichtlichen Entscheidungen auseinandergesetzt und ihrem Klienten die negativen Nachrichten überbracht. Laut der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung sagte der Rapper zur Niederlage: “Ich hätte vielleicht genauer sein und von einem Kind sprechen sollen. Ich wollte nur unterstreichen, dass seine Frau schon viele Männer hatte.”