In den vergangenen Wochen stellte sich Capi als Opfer dar und soll bedroht worden sein. Das Oberhaupt vom Berliner Clan-Chef möchte mit diesen Gerüchten nichts zu tun haben.

Capital Bra8

Credit: Ivan Filatov

Rapper wird erpresst
“Bratans, Bratinas, Braturas. Was geht ab? Ich hoffe, euch allen geht’s gut. Ich wollte euch Bescheid sagen: Bra. Es gibt ein paar Leute, die wollen mich unbedingt ficken. Die sagen, die bekommen noch Geld von mir. Die sagen, die wollen, dass ich aufhöre mit Musik. Und ich sage euch: Ihr bekommt nicht einen einzigen Cent von mir. Nicht 0,0 Cent bekommt ihr von mir. Bevor ich mit Musik aufhöre? Nur Gott kann mich stoppen, um Musik aufzuhören und sonst niemand. Ich habe mich bei jedem gerade gemacht. Ich schulde bei keinem was. Es gibt keinem, bei dem ich was schulde. Ich bin bei klarem Sinn und ich weiß, was ich will. Ihr könnt mir nichts erzählen. Und schickt nicht eure Freunde vor, die versuchen von mir Geld zu nehmen. Ich gebe keinem auch nur einen Cent. Damit ihr Bescheid wisst. Schöne Grüße, Berlin lebt. Braaaa [sic]”, erklärte Deutsch-Rapper Capital Bra Mitte November 2019 via Instagram-Story und fügte wenig später hinzu, dass er sich nicht einschüchtern lassen und seinen Mann stehen würde.

Kurz darauf präsentierte der aus Berlin stammende Künstler ein einem bereits wieder gelöschten Video und releaste mit diesem ein Snippet eines neuen Songs, welcher noch einmal alle Gerüchte thematisierte. “Was geht ab? Ich hoffe, euch allen geht’s gut. Ich habe ein Anliegen: Viele Leute haben über mich geredet - natürlich auch viel Schlechtes. Und egal was sie gesagt haben, sie wollten mich klein machen, sie wollten mich f*cken, sie wollten uns fallen sehen. Aber merk euch eine Sache: Der Bratan bleibt der gleiche”, hieß es im Intro. Auch sagte Capital Bra, dass er weder “Angst vor ein paar Arabern” habe, noch jemandem “Geld schulden” würde …

Clan-Chef Miri weist Vorwürfe zurück
Kurz nachdem Capi selbst in Deutschlands Hauptstadt herumgelaufen war und sich zu den Bedrohungen zu Wort gemeldet hatte, hat sich die Berliner Staatsanwaltschaft eingeschaltet und möchte dem Ganzen auf die Spur kommen. Ein Verfahren “wegen versuchter räuberischer Erpressung zum Nachteil des Rappers Capital Bra” soll ins Rollen gebracht worden sein, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft erklärte. Doch scheinbar hat das berühmt-berüchtigte Clan-Oberhaupt Ahmad “Patron” Miri nichts damit zu tun. Das zumindest sagte das führende Mitglied des Miri-Clans, der vor allem in Bremen, Essen und Berlin vertreten ist. Er selbst soll die Funktion als Hintermann haben, höchstwahrscheinlich Schutzgeldeintreiber sein, verschiedene Identitäten annehmen könnte und es ebenfalls schon einmal als Rapper versucht haben.

“Ich habe mit der Sache nichts zu tun”, sagte er via Instagram-Story und fügte hinzu: “Die Frage, die mir am meisten gestellt wird: Ahmad, hast du mit der Sache etwas zu tun? Hast du Streit mit Capital? Hast du Capital bedroht? Hast du Capital erpresst? Ich muss etwas klarstellen: Ich habe mit Capital nichts zu tun. Glaubt nicht an das, was berichtet wird. Davon stimmt nicht einmal drei Prozent. 97 Prozent davon ist gelogen, damit die ihre Zeitungsartikel verkaufen. Ob es Bild-Zeitung ist oder N24 oder die Welt.”

Laut den Berichten von der BILD-Zeitung soll es bei jener mutmaßlichen Erpressung um 500.000 Euro und der Beteiligungen an den zukünftigen Einnahmen von Capital Bra gehen. Mitglieder des El-Zein- sowie des Miri-Clans sollen in die Machenschaften verstrickt sein und den tschetschenischen Kollegen bei dem Coup helfen wollen. Der Rapper selbst hat keine dieser Aussagen bestätigt und nutzt die Gunst der Stunde, um einen neuen Song zu promoten ...