Wenige Tage nach dem Drop seines letzten Studioalbums stattete uns RAF Camora einen Besuch ab und plauderte über “ZENIT” und wichtige Merkmale, welche ihn selbst auszeichnen.

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Credit: William Krause / bigFM

Ende von RAF Camora
Millionen von Fans feiern aktuell die gerade erst releaste LP “ZENIT”, welche von RAF Camora am Freitag, den 01. November 2019 veröffentlicht worden war. Zwei glückliche bigFM-Zuhörer durften sich ebenfalls auf ein Highlight in ihrem Leben freuen: Nachdem sie sich im Battle um den textsichersten Anhänger on air durchgesetzt hatten, durften sie nicht nur mit dem Deutsch-Rapper den Release feiern, sondern auch mit ihm, Bonez MC und anderen Rappern der 187 Strassenbande von Berlin nach Wien jetten und die Nacht zum Tag machen.

 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Doch seine treuen Anhänger müssen mit dem Release von “ZENIT” ebenfalls den Abschied von RAF Camora verschmerzen: Der Künstler hat mit dem Album seinen letzten eigenen LongPlayer veröffentlicht und die Promo-Phase eingeläutet, welche im Dezember 2020 ein für alle Mal ein Ende finden wird. Doch warum das Ganze?

“Aus Geschäfts­sicht ist es unlogisch, aufzuhören, wenn richtig Geld fließt. Aber ich bin nicht nur Geschäftsmann, sondern auch Künstler. Lass mich dir ein Beispiel geben. Ich bin großer Metallica­-Fan. Und ich erinnere mich, dass ich irgendwann gemerkt habe: Das, was Metallica darstellt, und das, was die Personen hinter Metallica sind, das passt nicht mehr zusammen. Diesen Punkt habe ich auch bei vielen anderen Künstlern beobachtet. Und ich habe mir immer gesagt: Sollte ich mal erfolgreich werden, will ich meinen Zenit auf keinen Fall überschreiten”, sagte der österreichische Rap- und Dancehall-Musiker gegenüber dem Team von “Redbull” und fügte hinzu: “Ich hör nicht auf, ich beende ein Kapitel als Künstler RAF Camora. Ich bin weiter Produzent. Ob dann auch noch meine Stimme zu hören ist, ob ich eine Band gründe, das wird sich alles zeigen. Ich lebe Musik, ich atme Musik, ich mach Musik, seit ich vier Jahre alt bin. Ich werde Musik machen, aber nicht das, was RAF Camora jetzt macht.”

Im exklusiven Interview
Wenige Tage nach dem Drop von “ZENIT” hat uns RAF ebenfalls einen Besuch abgestattet und über sein Schätzchen und weitere persönliche Themen geplaudert. Gemeinsam mit “Deutschrap rasiert”-Host Reece sprach unter anderem über den Erfolgssucht, sein Karriereende und seine Authentizität.

"Es ist natürlich jetzt eh mein letztes Album. Das heißt, ich bin frei. Ich kann ab jetzt da produzieren oder dort und wenn ich will, kann ich ein Grunge-Album machen. Mir geht’s nicht mehr nur um den Erfolg. Das Spiel ist durchgespielt und ich habe heute mit Bonez schon drüber geredet. Ich meinte so: ‘Ganz ehrlich: Man darf nicht süchtig nach dem Erfolg werden.’ [Viele verpassen] den Absprung. Das ist einfach Sucht. […] Ich bin nicht mehr 25. […] Wenn die ‘ZENIT’-Phase vorbei ist, bin ich 36. […] Ich bin immer noch ein junger und stabiler Mann. Gott sei Dank! Aber: Wenn ich jetzt dann irgendwie ein Comeback oder eine Ummodelierung starten will, dann wäre ich bis zum nächsten Album 38 und es ist cool und okay. Ich will nicht ‘Ohne mein Team 2’ machen - das ist lächerlich mit Vogelbewegungen und Dings. Ist einfach nicht mehr authentisch. Es würde wahrscheinlich bis zu einem gewissen Modus funktionieren … Aber man muss auch selber in den Spiegel schauen und sich sagen können: ‘Ja, das bin ich.’ Ansonsten kann ich mich als Dracula verkleiden. Das geht nicht”, sagte RAF Camora unter anderem während der Aufzeichnung von Deutschrap rasiert und gestand, dass er sich selbst schon “Reisen gebucht” habe und nach der “ZENIT”-Phase einen Gang runterschauten möchte.

Die ganze Folge Deutschrap rasiert mit RAF Camora kannst Du gleich hier als Podcast streamen: