Im vergangenen Jahr hat Selena gelernt, mit ihren Angstzuständen, Depressionen und Panikattacken umzugehen und spricht erstmals offen über alle Probleme.

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Credit: P. Lehman / Barcroft Media / GettyImages

Instagram-Auszeit verlängert
Im September 2018 meldete Selena Gomez bei all ihren Fans auf Instagram zu Wort und gestand jenen, dass sie sich aus den sozialen Medien zurückziehen und das wahre Leben leben möchte. In den darauffolgenden Monaten ließ sich die Zeit Revue passieren und erklärte, dass sie glücklicher ohne den Druck vom Smartphone sei. “Es ist schon eine Weile her, seit ihr etwas von mir gehört habt, aber ich wollte euch ein gutes neues Jahr wünschen und euch für eure Liebe und Unterstützung danken. Letztes Jahr war definitiv ein Jahr der Selbstreflexion, voll von Herausforderungen und meines Wachstums. Es sind immer diese Herausforderungen, die einem zeigen, wer man wirklich ist und wie man fähig ist, diese zu überwinden. Vertraut mir, das ist nicht leicht, aber ich bin stolz auf die Person, die ich geworden bin und freue mich auf das kommende Jahr. Liebe euch alle.”

Vor allem aber zog sie nicht nur im Netz einen Schlussstrich, sondern kehrte auch der Stadt der Engel den Rücken zu und erklärte im Interview mit der US-Ausgabe von “ELLE”, dass Los Angeles “toxisch” sei. Aus diesem Grund kaufte sie sich ein Anwesen in Orange County und versucht mittlerweile fernab vom Rampenlicht ein nahezu normales Leben zu leben. “Es ist so eine Befreiung. Los Angeles ist so klaustrophobisch für mich. Jetzt fühle ich mich sicher, wo ich bin. Es ist so, als würde ich mich selbst ein bisschen besser verstehen. […] Der Grund liegt auf der Hand: Es ist nicht echt für mich! Ich kehre zu den simplen Dingen zurück. So war ich schon immer. Ich glaube einfach, dass ich alles in meinem Leben auf's Minimum reduziert habe - und das meine ich im positiven Sinne.”

 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Wednesdays, a huge bright blue comfy and Winnie.

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Panikattacken, Depressionen und Angstzustände
Mit einem Therapeuten und ihren Freunden würde Gomez die Vergangenheit aufarbeiten und sprach beim Dinner der McLean Awards 2019 im McLean-Krankenhaus in Massachusetts über ihre eigenen Ängste und Sorgen und gestand, dass auch sie erst lernen musste, über ihre Depressionen und Attacken sprechen zu können.

“Ich denke, uns geht es besser, wenn wir die Wahrheit erzählen, und deshalb, dies ist meine Wahrheit. Letztes Jahr litt ich psychisch und emotional und ich war nicht in der Lage, mich beisammen zu halten. Ich konnte kein Lachen aufsetzen oder die Dinge normal halten. Ich fühlte mich, als würde all mein Schmerz und meine Angst mich auf einmal wegschwemmen und es war einer der beängstigendsten Momente in meinem Leben. Verängstigt, offensichtlich, weil der Schleier sich hob, aber erleichtert, dass ich endlich das Wissen hatte, warum ich so viele Jahre über an Depression und Angstzuständen litt”, erklärte die 27-jährige Musikerin und Schauspielerin und machte ihren Fans Hoffnungen auf eine bessere Zukunft: “Nach einem Jahr voll intensiver Arbeit ... bin ich glücklicher, ich bin gesünder und ich habe die Kontrolle über meine Emotionen und Gedanken, mehr als ich sie jemals hatte. Also bin ich wirklich glücklich darüber. Für mich fühlt es sich richtig anzusagen, dass ich persönlich die Auswirkungen von meinen Depressionen und Ängsten gespürt habe - dennoch war es nicht leicht. Ich hatte Angst, missverstanden und verurteilt zu werden. Ich weiß, dass ich Erlebnisse und Menschen und Möglichkeiten geschenkt bekommen habe, die mein Leben außerordentlich schön und süß gemacht haben - und dennoch kämpfe ich manchmal mit meinen eigenen Gedanken und Gefühlen. Aber das macht mich nicht fehlerhaft. Das macht mich nicht schwach. Das macht mich nicht weniger. Das macht mich menschlich. Wir brauchen Hilfe und wir brauchen uns gegenseitig.”