Nachdem Drake dem Produzenten einfach keine Antwort gegeben hatte, verkaufte Murda Beatz seinen Beat an 6ix9ine und kreierte einen weltweiten Hit.

Thaddaeus_McAdams_gettyimages_6ix9ine.jpg

Credit: Thaddaeus McAdams / GettyImages

Erster internationaler Hit
Am 22. Juli 2018 veröffentlichte US-Rapper 6ix9ine, welcher zum damaligen Zeitpunkt lediglich für sein Verhalten gegenüber Minderjährigen für negative Schlagzeilen gesorgt hatte, seinen Song “FEFE” und schoss damit durch die Decke. Der Track wurde in Zusammenarbeit mit Nicki Minaj produziert, schaffte es an die Spitze der Charts in Belgien und der Slowakei und konnte ebenfalls in Deutschland auf Platz 16, in Österreich Rang 14 und in der Schweiz in der Top Ten landen.

Das dazugehörige Musikvideo ließ natürlich ebenfalls nicht auf sich warten und wurde mittlerweile über 759 Millionen Mal abgerufen:

Die Geschichte hinter “FEFE”
Dass der Beat von “FEFE” eigentlich gar nicht dem Rapper mit Regenbogenhaaren, welcher seit Mitte November 2018 in Untersuchungshaft sitzt und wahrscheinlich die nächsten Jahrzehnte nicht mehr aus dem Knast kommt, bestimmt war, wussten bislang noch nicht so viele Fans. Stattdessen gestand Murda Beatz im “No Jumper”-Podcast von Adam22, dass er einen anderen Weltstar für jenen Track begeistern wollte.

“Diesen Beat habe ich in Los Angeles in meiner Küche gemacht, während ich am Küchentisch saß und mir gedacht habe, dass er wie eine Art Hymne für Drake sein könnte. Also habe ich ihn Drake geschickt und bekam keine Antwort. ‘Na gut’, dachte ich mir”, erinnerte sich Murda Beatz und sprach während eines Trips nach New York mit seinem Co-Produzenten über weitere Künstler, welche seine Arbeit schätzen würden. Cubeatz fiel letzten Endes Skandal-Rapper 6ix9ine ein, welcher noch am selben Tag vorbeigefahren war. “Na gut, dachte ich mir also. Scheiß drauf, lass den Jungen kommen oder so. Es wird auf jeden Fall eine Erfahrung wert sein. Ich weiß nicht, was zum Teufel passieren wird. Also kam er und feierte einen der Beats. Wir haben ‘FEFE’ noch in derselben Nacht erstellt. Und weil ich gut mit Nicki klargekommen war, landete sie irgendwie auf dem Track … Sie dachte wohl, ich würde 6ix9ine co-signen oder sowas. Und der [Song] ist am Ende explodiert … Niemand hat daran geglaubt, dass das Lied so viel Erfolg haben wird.”

Dem in Untersuchungshaft sitzenden Künstler hat er am Ende den ganzen Hype zu verdanken und fügte abschließend hinzu, dass 6ix9ine dank seiner Reichweite auf den sozialen Medien und allen viralen Snippets für die Streams verantwortlich sei. Ob Drake ebenfalls solch einen Erfolg mit dem Beat von “FEFE” eingefahren hätte? Murda Beatz ist sich dieser Antwort selbst nicht ganz sicher.

Ab Minute 1.55 kannst Du Dir die Antwort des Hit-Produzenten einmal genauer anhören: